Korrekte Röntgeneinstellung
… vom Schädel bis zur grossen Zehe
Mit 70 Kurzvideos werden die häufigsten Einstelltechniken der konventionellen Radiologie mit den aufnahmetechnischen Qualitätsanforderungen erläutert. Auch wenn die Videos bereits in den Jahren 2005/2006 erstellt wurden, haben sie bezüglich der Methoden der Einstelltechnik nichts an Aktualität verloren.
Bitte beachten Sie, dass sich der Umgang mit den Strahlenschutzmitteln seit der Erstellung der Kurzfilme in der Schweiz geändert hat. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des BAG.
Report on the use of patient shielding in radiological procedures, 2020
Wir bedanken uns bei der ixray GmbH für die freundliche Überlassung des Videomaterials.
Inhalt
Schädel
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
-
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Schädelkalotte.
- Abklärung ossärer Veränderungen (osteolytisch/osteoblastisch).
- Verlaufskontrolle bei bekannten Läsionen der Kalotte.
- Beurteilung der Kalottenkonturen, der Schädelnähte und Weichteilkompartimente.
- Postoperative Kontrolle (z. B. nach Trepanationen).
Schädel lateral – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient in Seitenlage oder in Sitz-/Stehposition, Kopf lateral an den Detektor angelegt.
- Sagittalebene des Kopfes exakt parallel zur Detektorebene.
- Orbito-meatale Linie (OML) horizontal ausgerichtet.
- Keine Rotation: Orbitae, Mandibula und Schädelbasis sollen sich deckungsgleich projizieren.
- Strahlengang true lateral (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl auf die äussere Gehöröffnung (Meatus acusticus externus) oder leicht darüber gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz gemäss Institutsvorgabe (typischerweise 100–115 cm).
- Schädel vollständig abgebildet: von Glabella bis Occiput.
- Vom Kalottengewölbe bis zur Unterkante der Mandibula vollständig im Bildfeld.
- Keine Anschnitte der Schädelbasis.
- Kortikalis der Kalotte durchgehend scharf erkennbar.
- Diploë-Strukturen differenzierbar.
- Orbitadach und Keilbeinflügel klar darstellbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Lagerung, angemessene Belichtungszeit).
- Übereinander projizierte Orbitae.
- Keilbeinflügel und Sella turcica gut erkennbar.
- Felsenbeine und Mandibula-Rami weitgehend deckungsgleich.
- Kalottenkonturen vollständig und scharf.
- Weichteile des Schädels zur Fraktur- und Läsi
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Schädelkalotte und des Gesichtsschädels.
- Abklärung ossärer Läsionen (osteolytisch/osteoblastisch) der Schädelkalotte.
- Beurteilung von Schädelnähte, Kalottenkonturen und knöchernen Strukturen der Orbitae.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (z. B. Osteosynthesen, Trepanationen).
- Ergänzende Übersicht bei entzündlichen Prozessen oder Raumforderungen.
Schädel p.a. – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient in Bauchlage oder sitzend/stehend, Gesicht zur Detektorfläche.
- Stirn und Nasenspitze liegen an der Detektorfläche an (klassische p.a.-Position).
- Sagittalebene des Kopfes senkrecht zur Detektorebene, exakt mittig ausgerichtet.
- Orbito-meatale Linie (OML) leicht nach kaudal geneigt, je nach Institutsstandard.
- Keine Rotation: Nasenseptum verläuft mittig, Orbitae symmetrisch.
- Strahlengang p.a. (postero-anterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Mitte des Hinterkopfes gerichtet, austretend etwa auf Höhe der Nasenwurzel (Glabella) bzw. mittig zwischen Orbitae.
- Fokus-Film-Distanz gemäss Institutsvorgabe (typischerweise 100–115 cm).
- Schädelkalotte vollständig abgebildet: von Vertex bis Unterkante der Mandibula.
- Seitliche Schädelkonturen vollständig im Bild (kein Anschnitt der Kalotte).
- Orbitaregion, Nasenbein, vordere Schädelbasis im Bildfeld enthalten.
- Kortikalis der Kalotte scharf und durchgehend abgrenzbar.
- Diploë-Strukturen und Trabekelwerk differenzierbar.
- Orbitaränder, Nasenbein und Jochbögen klar erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Lagerung, angemessene Belichtungszeit).
- Symmetrische Darstellung der Orbitae ohne wesentliche Verzeichnung.
- Kalottenkonturen (frontal, parietal) vollständig und scharf.
- Nasenbein, Nasenseptum und vordere Schädelbasis beurteilbar.
- Jochbögen und laterale Schädelanteile im Verlauf nachvollziehbar.
Häufige Fehler
- Rotation des Kopfes mit asymmetrischen Orbitae und seitlich versetztem Nasenseptum.
- Kippen in cranio-caudaler Richtung, sodass Kalotte oder Mandibula angeschnitten sind.
- Unvollständiger Bildausschnitt (seitliche Schädelkonturen oder Vertex nicht vollständig).
- Unzureichende Belichtung mit Verlust feiner kortikaler Strukturen.
- Bewegungsunschärfe durch unruhigen Patienten oder zu lange Belichtungszeit.
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Nasenbeinfraktur.
- Beurteilung des knöchernen Nasenseptums.
- Abklärung von Fehlstellungen, Dislokationen und Stufenbildungen.
- Verlaufskontrolle nach Reposition oder operativen Eingriffen.
- Ergänzende Diagnostik bei Weichteilverletzungen der Nase.
Nasenbein seitlich – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzt oder steht seitlich zum Detektor.
- Zu untersuchende Seite liegt am Detektor an (true lateral).
- Sagittalebene exakt parallel zur Detektorebene.
- Keine Rotation: Orbitaränder, Nasenbein und Weichteile sollen deckungsgleich erscheinen.
- Kopf ruhig halten, Blick horizontal.
- Strahlengang seitlich (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl auf das Nasenbein gerichtet, etwa auf Höhe der Nasenspitze bzw. der Nasenwurzel.
- Fokus-Film-Distanz gemäss Institut, häufig 100 cm.
- Nasenbein vollständig dargestellt: Nasenwurzel bis Nasenspitze.
- Nasenrücken, knöchernes Nasenseptum und angrenzende Strukturen sichtbar.
- Teile der Orbitae und der vorderen Schädelbasis zur Orientierung im Bild.
- Weichteile der Nase vollständig abgebildet.
- Feine kortikale Strukturen des Nasenbeins klar erkennbar.
- Konturen des Septums differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (kurze Belichtungszeit, stabile Kopfhaltung).
- Weichteile gut abgesetzt, ohne Überstrahlung.
- Nasenbein (beide Kortikalisbegrenzungen) vollständig darstellbar.
- Knöchernes Nasenseptum im Verlauf beurteilbar.
- Stufenbildung, Dislokationen oder Frakturlinien erkennbar.
- Weichteile der Nase zur Beurteilung von Schwellungen sichtbar.
Häufige Fehler
- Rotation des Kopfes → verzerrte Darstellung, breiter erscheinendes Nasenbein.
- Unvollständiger Bildausschnitt, häufig fehlende Nasenspitze oder Nasenwurzel.
- Zu harte Belichtung mit Verlust der feinen Kortikaliszeichnung.
- Bewegungsunschärfe durch unruhige Kopfhaltung.
- Abklärung akuter oder chronischer Sinusitiden.
- Verdacht auf Schleimhautverdickungen, Flüssigkeitsspiegel oder Polypen.
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der vorderen Schädelbasis oder der Gesichtsschädelstrukturen.
- Beurteilung der Pneumatisation der Sinus maxillares, frontales, ethmoidales und sphenoidales.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (z. B. funktionelle endonasale Sinuschirurgie).
NNH – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Kinn leicht angehoben, sodass die Linea orbitomeatalis (OML) gegenüber der Horizontalen etwa um 10–15° angehoben ist (je nach Institutsstandard).
- Stirn berührt nicht den Detektor (sonst Projektion Schädel p.a.).
- Sagittalebene exakt senkrecht zum Detektor, Kopf nicht rotiert.
- Strahlengang p.a., leicht nach kaudal geneigt (ca. 10–15° je nach Institut), um die Maxillarsinus frei abzubilden.
- Zentralstrahl durch die Nasenwurzel (Glabella) oder leicht darunter.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
- Alle Nasennebenhöhlen vollständig im Bild:
- Sinus maxillares
- Sinus frontales
- Sinus ethmoidales
- Sinus sphenoidales (je nach anatomischer Pneumatisation sichtbar)
- Orbitaregion beidseits vollständig einsehbar.
- Nasenbein und Nasenseptum vollständig abgebildet.
- Seitliche Schädelbegrenzung darf nicht angeschnitten sein.
- Weichteilkontrast ausreichend, um Schleimhautverdickungen und Flüssigkeitsspiegel zu erkennen.
- Kortikale Begrenzungen der Sinuswände scharf erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Lagerung, kurze Belichtungszeit).
- Orbitabereich korrekt durchzeichnet.
- Sinus maxillares mit Darstellung des Bodens und evtl. Flüssigkeitsspiegel.
- Sinus frontales (Form, Pneumatisation, Schleimhautstatus).
- Ethmoidalzellen (Belüftung, Schleimhautschwellung, Opazitäten).
- Sphenoidalsinus (teilweise sichtbar je nach Anatomie).
- Nasenbein und Nasenseptum zur Beurteilung von Achsabweichungen.
- Orbitas und Weichteile der angrenzenden Regionen.
Häufige Fehler
- Kopfrotation → asymmetrische Darstellung der Sinus und Orbitas.
- Zu geringe Kippung des Kopfes → Maxillarsinus teilweise überlagert.
- Zu grosse Kippung → frontale und maxilläre Sinus verzerrt.
- Schädel p.a. statt echte NNH-Projektion (Stirn am Detektor).
- Unvollständiger Bildausschnitt (fehlende Schädeloberkante oder seitliche Konturen).
- Unzureichender Weichteilkontrast (zu hohe kV-Einstellung).
Thorax
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Thorax p.a. – Indikation
- Abklärung von Dyspnoe, Thoraxschmerzen, Husten oder Infektzeichen.
- Beurteilung von Lungenparenchym, Pleura, Herz- und Mediastinalstrukturen.
- Nachweis oder Ausschluss von Pneumonie, Pneumothorax, Pleuraerguss.
- Beurteilung von Herzgrösse und Lagebeziehungen im Mediastinum.
- Kontrolle nach Thoraxtrauma (Rippenfrakturen, Kontusion, Pneumothorax).
- Verlaufskontrolle bei bekannten pulmonalen oder kardiovaskulären Erkrankungen.
- Postoperative oder postoperative Katheter-/Drainagekontrolle.
Thorax p.a. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient frontal zum Detektor in aufrechter Position (stehend/sitzend).
- Vorderseite des Thorax liegt am Detektor an (echte p.a.-Projektion).
- Schultern nach vorne drehen, um die Skapulae aus den Lungenfeldern zu projizieren.
- Kinn angehoben, damit es nicht über der oberen Lungenapex projiziert wird.
- Sagittalebene exakt senkrecht zum Detektor, keine Rotation (Claviculae symmetrisch).
- Aufnahme am Ende einer tiefen Inspiration.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang p.a. (postero-anterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf Höhe TH7 (unterer Angulus scapulae) mittig auf das Sternum.
- Fokus-Film-Distanz: üblicherweise 180 cm zur Vermeidung von Vergrösserungseffekten.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Thorax: Lungenapices bis Zwerchfellkuppen vollständig dargestellt.
- Laterale Thoraxbegrenzungen vollständig sichtbar.
- Weichteile des Thorax und obere Abdomenregion teilweise einsehbar.
Belichtung / Schärfe
- Lungenstruktur klar differenzierbar (Gefässzeichnung bis in die Peripherie).
- Herzkonturen und Mediastinum deutlich abgrenzbar.
- Wirbelkörperhinterkanten durch das Herzfeld schwach sichtbar (richtige Belichtung).
- Keine Bewegungsunschärfe (kurze Belichtungszeit, Atemstillstand).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Lungenapices, Lungenfelder und Zwerchfellkuppen.
- Herzgrösse, Herzform und Mediastinalkonturen.
- Hili und Gefässzeichnung.
- Pleura, mögliche Pneumothorax- oder Ergusszeichen.
- Knochengerüst (Claviculae, Rippen, Wirbelsäule soweit einsehbar).
- Trachea, Bifurkation und Hauptbronchien.
Häufige Fehler
- Rotation (asymmetrische Claviculae, verzerrte Mediastinalkonturen).
- Unzureichende Inspiration (Zwerchfell zu hoch, reduzierte Lungenbelüftung).
- Skapulae ragen in die Lungenfelder.
- Kinn überlagert die oberen Lungenapices.
- Zu geringe FFD → Vergrösserung des Herzens.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung oder Herzpulsation.
Thorax lateral – Indikation
- Ergänzende Beurteilung von Befunden aus der p.a.-Aufnahme.
- Abklärung von Verschattungen, Rundherden oder Infiltraten, deren Lokalisation in der p.a.-Projektion unklar ist.
- Beurteilung retrosternaler und retrocardialer Räume.
- Nachweis oder Ausschluss von Pleuraergüssen und deren Verteilung.
- Beurteilung von Hilusstrukturen und Mediastinum.
- Postoperative Kontrolle (z. B. Drainagen, Katheter, Herz-/Thoraxoperationen).
Thorax lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht seitlich mit linker Seite am Detektor (Standard: linkslateral zur Vermeidung von Herzvergrösserung).
- Arme über den Kopf oder nach vorn gelagert, um die Weichteile aus dem Strahlengang zu entfernen.
- Sagittalebene des Körpers parallel zur Detektorebene.
- Keine Rotation: Rippenhinterkanten beider Seiten sollen sich nahezu decken.
- Aufnahme am Ende einer tiefen Inspiration.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl auf Höhe TH7, senkrecht durch den Thorax verlaufend.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 180 cm (wie bei p.a.).
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Thorax von Lungenapices bis Zwerchfell sichtbar.
- Sternum anterior und Wirbelsäule posterior vollständig abgebildet.
- Weichteile (vordere Thoraxwand, hintere Thoraxwand) eingeschlossen.
Belichtung / Schärfe
- Wirbelkörperhinterkanten sichtbar, aber nicht überstrahlt.
- Herzschatten und retrocardialer Raum gut differenzierbar.
- Diaphragmakonturen klar erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (Atmung, Herzpulsation).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Retrosternaler und retrocardialer Raum.
- Wirbelsäulenverlauf, hintere Rippenkonturen.
- Zwerchfellkuppen (rechts typischerweise höher als links).
- Herzform und Mediastinalstrukturen.
- Hili und dorsale Lungenabschnitte.
- Pleura, mögliche Erguss- oder Pneumothoraxzeichen dorsal.
Häufige Fehler
- Rotation mit ungleichmässig versetzten dorsalen Rippenkonturen.
- Unzureichende Inspiration → Lungen erscheinen basal komprimiert.
- Arme oder Weichteile überlagern thorakale Strukturen.
- Zu geringe Belichtung → Wirbelsäule nicht sichtbar.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung oder Pulsation.
Hemithorax (knöchern) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Rippenfrakturen eines Thoraxhalbes.
- Abklärung lokaler Schmerzen der Thoraxwand.
- Beurteilung von Rippenkonturen, Frakturlinien, Dislokationen und Callusbildung.
- Nachweis von Rippenserienfrakturen oder Thoraxinstabilität.
- Verlaufskontrolle nach konservativer oder operativer Therapie.
- Ergänzende knöcherne Diagnostik bei unklaren thorakalen Beschwerden.
Hemithorax (knöchern) – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt leicht schräg zum Detektor, sodass der betroffene Hemithorax näher am Detektor liegt.
- Positionierung erfolgt abhängig von der zu beurteilenden Rippenregion (kranial, lateral, kaudal).
- Arme angehoben oder nach vorne gelagert, um Weichteilüberlagerungen zu reduzieren.
- Sagittalebene stabil und ohne Rotation; lokal orientierte Feinausrichtung je nach Region.
Zentralstrahl / Projektion
- Zentralstrahl senkrecht auf den Detektor ausgerichtet.
- Zielpunkt wird entsprechend der Schmerzlokalisation oder der vermuteten Frakturstelle gewählt.
- Typischerweise Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
- Gegebenenfalls Zusatzaufnahmen mit schräger Projektion, um Überlagerungen zu reduzieren.
Bildausschnitt (Field of View)
- Betroffene Thoraxhälfte vollständig dargestellt.
- Rippenverläufe vom Tuberculum costae bis zur Knorpel-Knochen-Grenze einsehbar.
- Hintere Rippenanteile gut erkennbar (stärkere Frakturgefährdung dort).
- Weichteile und Lungenfelder partiell einsehbar zur Orientierung.
Belichtung / Schärfe
- Kortikalis der Rippen scharf abgegrenzt.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Atemlage, kurze Belichtungszeit).
- Kontrast ausreichend, um feine Frakturlinien sichtbar zu machen.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Alle Rippen des betroffenen Hemithorax im Verlauf.
- Kortikale Kontinuität, mögliche Stufenbildung oder Dislokationen.
- Knöcherne Übergänge zu Wirbelsäule und Sternum sichtbar.
- Weichteilkompartimente zur Erkennung von Hämatomen oder Luftansammlungen.
- Grobe Lungenkonturen zur Orientierung.
Häufige Fehler
- Unvollständiger Bildausschnitt (vordere oder hintere Rippenanteile fehlen).
- Überlagerung durch Arm oder Schultergürtel.
- Rotation des Rumpfes → verzerrte Rippenkonturen.
- Zu flache Inspiration → Rippen im unteren Bereich schlecht differenzierbar.
- Belichtung zu hart oder zu weich → Frakturlinien fehlen.
Abdomen & Becken
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Abdomen a.p. liegend – Indikation
- Abklärung von akuten abdominellen Beschwerden (unspezifischer „akuter Bauch“).
- Verdacht auf Ileus (dilatierte Darmschlingen, Spiegelbildung in Ergänzung zu stehenden Aufnahmen).
- Nachweis oder Ausschluss freier intraabdomineller Luft (Pneumoperitoneum) – primär in Kombination mit stehender Aufnahme.
- Beurteilung von Kalkkonkrementen (z. B. Urolithiasis, Gallensteine), falls radiodicht.
- Postoperative Kontrolle im Abdomenbereich.
- Verlaufskontrollen bei bekannten abdominellen Erkrankungen.
Abdomen a.p. liegend – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Rückenlage auf dem Untersuchungstisch.
- Beine leicht angewinkelt, um LWS-Lordose zu reduzieren und Bauchdecke zu entspannen.
- Sagittalebene mittig und senkrecht zur Detektorebene.
- Arme seitlich des Körpers, nicht im Strahlengang.
- Keine Rotation: Symmetrie an Darmgasverteilung und knöchernen Strukturen erkennbar.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior).
- Zentralstrahl auf die Mitte des Abdomens, typischerweise auf Höhe der Crista iliaca.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100–115 cm.
- Aufnahme in ruhiger Atemlage (Exspiration zur besseren Organdarstellung).
Bildausschnitt (Field of View)
- Abdomen vollständig sichtbar: Zwerchfellkuppen (wenn möglich) bis Symphyse.
- Seitliche Bauchwand vollständig einsehbar.
- LWS und Beckenanteile im Bildfeld.
- Falls nicht alles auf ein Bild passt: Erweiterte zweite Aufnahme nach unten (Institutsstandard beachten).
Belichtung / Schärfe
- Weichteilkontrast ausreichend, um Organschatten (Leber, Milz, Nieren) abzugrenzen.
- Darmgasverteilung klar erkennbar.
- Kalkkonkremente gut differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Atmung, kurze Belichtungszeit).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Darmgasverteilung: Dünn- vs. Dickdarmkonfiguration.
- Organprojektionen: Leber, Milz, Magen, Nieren.
- Kalkdichte Steine im Harntrakt oder in der Gallenblase (bei ausreichender Dichte).
- Psoasränder (Hinweis auf retroperitoneale Pathologien).
- Beckenstrukturen und Wirbelsäule zur Orientierung.
Häufige Fehler
- Unvollständiger Bildausschnitt (z. B. Zwerchfell oder Symphyse fehlen).
- Rotation → asymmetrische Darstellung von Darmgas oder Beckenstrukturen.
- Zu harte oder zu weiche Belichtung → Verlust von Weichteilkontrast.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung.
- Fehlende Darstellung der seitlichen Bauchwand.
Abdomen p.a. stehend – Indikation
- Nachweis oder Ausschluss eines Ileus (Nachweis von Luft-Flüssigkeitsspiegeln).
- Verdacht auf freien intraperitonealen Gasnachweis (Pneumoperitoneum) – besonders sensitiv in aufrechter Position.
- Abklärung unspezifischer abdomineller Beschwerden im Rahmen eines akuten Abdomens.
- Verlaufskontrolle bei bekannten gastrointestinalen Erkrankungen.
- Beurteilung postoperativer Veränderungen (Position von Fremdmaterial, Drainagen, Luftverteilung).
Abdomen p.a. stehend – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht frontal zum Detektor.
- Vorderseite des Abdomens liegt am Detektor an (echte p.a.-Projektion).
- Sagittalebene senkrecht zum Detektor, keine Rotation.
- Arme seitlich oder auf der Brust verschränkt, ausserhalb des Strahlengangs.
- Aufnahme in ruhiger Exspiration (Weichteilkontrast verbessert).
- Patient sollte idealerweise einige Minuten gestanden haben, damit sich Luft-Flüssigkeits-Spiegel gebildet haben.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang p.a. (postero-anterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf Höhe der Crista iliaca oder leicht darüber (abhängig von Körpergrösse).
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
- Zwerchfellkuppen müssen im Strahlengang enthalten sein (essentiell für Pneumoperitoneum-Ausschluss).
Bildausschnitt (Field of View)
- Abdomen vollständig: Zwerchfellkuppen bis Symphyse, sofern möglich auf einer Aufnahme.
- Laterale Bauchwand beidseits vollständig im Bild.
- Darmgasverteilung und allfällige Spiegelbildungen klar einsehbar.
- Bei grossen Patienten evtl. zweite Aufnahme nach unten (Institutsstandard beachten).
Belichtung / Schärfe
- Ausreichender Weichteilkontrast zur Darstellung der Organschatten und Darmgasverteilung.
- Luft-Flüssigkeitsspiegel scharf erkennbar.
- Psoasränder sichtbar, falls keine Überlagerung durch Pathologie.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Atmung, kurze Belichtungszeit).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Zwerchfellkuppen (wichtig für Pneumoperitoneum-Nachweis).
- Dünndarm- und Dickdarmgasverteilung.
- Flüssigkeitsspiegel in dilatierten Darmschlingen.
- Organprojektionen (Leber, Magen, Milz, Nieren).
- Weichteile der Bauchdecke.
- Kalkkonkremente im Harntrakt oder Gallenwegsbereich, falls radiodicht.
Häufige Fehler
- Zwerchfell nicht vollständig dargestellt → Ausschluss eines Pneumoperitoneums nicht möglich.
- Rotation → asymmetrische Darstellung von Organen und Darmgas.
- Ungenügender Weichteilkontrast durch falsche Belichtung.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung.
- Fehlende seitliche Bauchwand im Bildausschnitt.
- Aufnahme zu früh nach Lagewechsel → fehlende Luft-Flüssigkeitsspiegel.
Becken a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Beckenringfrakturen oder Acetabulumfrakturen.
- Abklärung von Hüftschmerzen, eingeschränkter Beweglichkeit oder Fehlstellungen.
- Beurteilung arthrotischer Veränderungen der Hüftgelenke.
- Nachweis oder Ausschluss von Luxationen, Dysplasien oder knöchernen Destruktionen.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (Osteosynthesen, Endoprothesen).
Becken a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Rückenlage, Beine gestreckt und leicht innenrotiert (ca. 15–20°), um den Femurhals frei darzustellen.
- Sagittalebene mittig und senkrecht zur Detektorebene.
- Keine Rotation: Symmetrische Darstellung der Foramina obturatoria und der Cristae iliacae.
- Arme ausserhalb des Strahlengangs.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior).
- Zentralstrahl auf die Verbindungslinie zwischen den Spinae iliacae anteriores superiores oder leicht kaudal der Crista iliaca.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
- Aufnahme in ruhiger Exspiration.
Bildausschnitt (Field of View)
- Beckenring vollständig: von der Crista iliaca bis zur unteren Symphyse.
- Beide Hüftgelenke einschliesslich der proximalen Femora (mindestens proximale 1/3 der Schenkelhälse).
- Sakrum und Sakroiliakalgelenke vollständig im Bild.
- Seitliche Weichteile einsehbar.
Belichtung / Schärfe
- Klare Darstellung der kortikalen Begrenzungen des Beckenrings.
- Acetabulum, Femurkopf und Femurhals scharf differenzierbar.
- Trabekelstruktur des proximalen Femurs sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Beckenring (Symphyse, Ramus superior und inferior, Foramen obturatum).
- Sakrum und Sakroiliakalgelenke.
- Acetabulum, Femurkopf und Femurhals.
- Trochantermajor/ -minor, leichte Innenrotation sichtbar.
- Weichteile zur Beurteilung von Hämatomen oder Gasansammlungen.
Häufige Fehler
- Rotation des Beckens → asymmetrische Darstellung der Foramina obturatoria.
- Fehlende Innenrotation der Beine → Femurhals erscheint verkürzt.
- Unvollständiger Bildausschnitt (z. B. Hüftgelenke oder obere Beckenkonturen fehlen).
- Über- oder Unterbelichtung mit Verlust feiner knöcherner Details.
- Bewegungsunschärfe.
Wirbelsäule
HWS
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
HWS a.p. – Indikation
- Abklärung von Nacken- und radikulären Beschwerden.
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf knöcherne Verletzungen der Halswirbelsäule.
- Beurteilung degenerativer Veränderungen (Osteophyten, Spondylose, Bandscheibenraumhöhen).
- Nachweis oder Ausschluss von Skoliosen oder Fehlstellungen.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (Plattenosteosynthese, Cage, Fusion).
HWS a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Kinn leicht angehoben, sodass der Unterkiefer die oberen Halswirbel nicht überlagert.
- Sagittalebene senkrecht zum Detektor, Kopf nicht rotiert.
- Schultern entspannt und auf gleicher Höhe.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior).
- Je nach Institutsstandard 5–20° cranial geneigt, um die Zwischenwirbelräume frei zu projizieren.
- Zentralstrahl mittig auf Höhe C4/C5 (ungefähr auf Höhe des Schildknorpels/Thyroidknorpels).
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- HWS vollständig von C3 bis Th1 dargestellt (C1/C2 in dieser Projektion nicht vollständig beurteilbar).
- Seitliche Halsweichteile symmetrisch im Bild.
- Claviculae können projiziert sein, sollen jedoch die Wirbel nicht überdecken.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen der Halswirbel scharf erkennbar.
- Bandscheibenräume differenzierbar (abhängig von Kippung des Zentralstrahls).
- Weichteilstrukturen (prävertebraler Weichteilschatten) sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- C3 bis Th1 in ihrem Verlauf.
- Wirbelkörperkonturen, Endplatten und Bandscheibenfächer.
- Unkovertebralgelenke und mögliche Osteophytenbildung.
- Alignment der Wirbelsäule in der Frontalebene.
- Prävertebrale Weichteile.
Häufige Fehler
- Kinn zu tief → Unterkiefer überlagert C3/C4.
- Unzureichende craniale Kippung → Bandscheibenräume nicht frei einsehbar.
- Rotation des Kopfes → asymmetrische Darstellung der Wirbelkörper.
- Über- oder Unterbelichtung → Verlust feiner knöcherner Strukturen.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung oder Schlucken.
HWS lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen, Luxationen oder Instabilitäten der Halswirbelsäule.
- Abklärung von Nacken- und radikulären Beschwerden.
- Beurteilung degenerativer Veränderungen (Spondylophyten, Höhenminderung der Bandscheibenfächer).
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (Plattenosteosynthesen, Fusionen, Cage-Implantationen).
- Evaluierung des sagittalen Alignments der HWS.
HWS lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt seitlich zum Detektor, linkslateral bevorzugt.
- Schultern nach unten drücken lassen bzw. leicht nach unten ziehen, um C6/C7 besser darzustellen.
- Kopf in neutraler Position, nicht nach vorne oder hinten geneigt.
- Sagittalebene exakt parallel zur Detektorebene (true lateral).
- Keine Rotation: Hinterkanten der Wirbelkörper sollen deckungsgleich projiziert sein.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl auf Höhe C4/C5, mittig durch das Ohr/den Meatus acusticus externus.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 150–180 cm, um Vergrösserung zu reduzieren.
- Aufnahme in ruhiger Expiration zur besseren Darstellung der unteren HWS.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette HWS von C1 bis Th1 sichtbar.
- C1/C2: Dens und Atlaskonturen einsehbar.
- Übergangsbereich C7/Th1 muss vollständig erkennbar sein (entscheidend bei Trauma).
- Prävertebrale Weichteile vollständig darstellbar.
- Weichteile des Nackens und Mandibula sollen den Bereich nicht überlagern.
Belichtung / Schärfe
- Kortikalis der Wirbelkörper und Dornfortsätze klar erkennbar.
- Bandscheibenfächer und Wirbelkörperhinterkanten differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (Schlucken während der Aufnahme vermeiden).
- Weichteile (prävertebrale Linie) gut durchzeichnet.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Ausrichtung der Wirbelsäule in der Sagittalebene (Lordose, Stufenbildung).
- Wirbelkörper C1–Th1, Hinterkanten, Endplatten, Dornfortsätze.
- Bandscheibenräume und Unkovertebralgelenke.
- Dens und Atlaskonturen (seitliche Darstellung von C1/C2).
- Prävertebrale Weichteile (Hinweis auf Hämatom oder Trauma).
Häufige Fehler
- Rotation → Doppelkonturen an Wirbelkörpern und Dornfortsätzen.
- Nicht dargestellter Übergang C7/Th1 (Schultern zu hoch, unzureichende Haltung).
- Überlagerung durch Mandibula oder Schulterkonturen.
- Bewegungsunschärfe, besonders durch Schlucken.
- Unzureichender Belichtungskontrast, sodass prävertebrale Weichteile nicht erkennbar sind.
HWS schräg (Foramina intervertebralia) – Indikation
- Abklärung radikulärer Beschwerden mit Verdacht auf Foraminalstenosen.
- Beurteilung der Neuroforamina hinsichtlich Enge, Osteophyten oder Höhenminderung der Bandscheibenfächer.
- Nachweis von Spondylosen, Unkarthrosen oder knöchernen Einengungen.
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturlinien im Bereich der Wirbelbogenstrukturen.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (z. B. Dekompression, Fusion).
HWS schräg – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt in schräger Stellung zum Detektor.
- Rotationswinkel typischerweise 45° (Institutsstandard beachten).
- Kinn leicht angehoben, um die oberen Halswirbel frei zu projizieren.
- Schultern auf gleicher Höhe, entspannt und nicht nach vorne gezogen.
- Keine zusätzliche Lateralflexion oder Fehlrotation.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang schräg, meist 10–15° cranial geneigt (abhängig vom Institut), um die Neuroforamina frei darzustellen.
- Zentralstrahl auf Höhe C4/C5 gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 150–180 cm zur Reduktion von Vergrösserung.
- Es werden üblicherweise beide Seiten aufgenommen (RAO und LAO bzw. RPO und LPO), um alle Foramina zu beurteilen.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette HWS von C2 bis Th1 sichtbar (C1/C2 nur eingeschränkt beurteilbar).
- Foramina intervertebralia der dem Detektor abgewandten Seite müssen frei darstellbar sein.
- Prävertebrale Weichteile im Bildfeld sichtbar.
- Mandibula darf die oberen Wirbel nicht überlagern.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe Darstellung der kortikalen Begrenzungen der Wirbelkörper und Pedikel.
- Bandscheibenräume und mögliche Osteophyten klar erkennbar.
- Neuroforamina klar begrenzt und ohne Bewegungsunschärfe.
- Weichteile der Halsregion gut durchzeichnet.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Foramina intervertebralia der kontrallateralen Seite (bei RAO = rechte, bei LAO = linke Foramina).
- Pedikel und Intervertebralgelenke (Facettengelenke).
- Wirbelkörperkonturen und Bandscheibenfächer.
- Unkarthrosen und Spondylophyten.
- Ausrichtung der HWS in der Sagittal- und Frontalebene.
Häufige Fehler
- Falscher Rotationswinkel → Neuroforamina nicht frei dargestellt.
- Überlagerung durch Schulter oder Mandibula.
- Unzureichende Neigung des Zentralstrahls → Intervertebralräume nicht geöffnet.
- Bewegungsunschärfe (Atmung, Schluckbewegungen).
- Unscharfer Weichteilkontrast → prävertebrale Linien nicht erkennbar.
HWS – bewegter Unterkiefer (Freilegung C1/C2) – Indikation
- Darstellung des kraniozervikalen Übergangs (C1/C2), wenn in der seitlichen Standardaufnahme durch den Unterkiefer überlagert.
- Abklärung bei Verdacht auf Densfraktur oder Läsionen des Atlas/Axis.
- Traumadiagnostik im oberen HWS-Bereich.
- Ergänzende Aufnahme bei unklaren Befunden in der HWS lateral.
- Beurteilung von Fehlstellungen oder Segmentinstabilität im Übergangsbereich C1/C2.
HWS – bewegter Unterkiefer – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt seitlich zum Detektor (true lateral).
- Kopf in neutraler Position, nicht flektiert oder extendiert.
- Sagittalebene exakt parallel zur Detektorebene.
- Patient öffnet und senkt den Unterkiefer während der Belichtung („bewegter Unterkiefer“), um C1/C2 freizulegen.
- Schultern tief und entspannt, um C7/Th1 nicht zusätzlich zu überlagern.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl auf Höhe C2/C3, mittig durch den Meatus acusticus externus.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 150–180 cm zur Reduktion von Vergrösserung.
- Belichtung in sanfter Exspiration durchführen.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kraniocervikaler Übergang vollständig sichtbar: C1 (Atlas) und C2 (Axis) inklusive Dens.
- Oberer HWS-Abschnitt ohne Überlagerung durch den Unterkiefer.
- Mandibula in abgesenkter/abgeklappter Position am Bildrand erkennbar, aber nicht über C1/C2 projiziert.
- Prävertebrale Weichteile im Bildfeld.
Belichtung / Schärfe
- Dens und ventrale/posteriore Atlasbogen klar erkennbar.
- Kortikalis der oberen HWS scharf abgrenzbar.
- Keine Bewegungsunschärfe trotz Unterkieferbewegung (kurze Belichtungszeit).
- Weichteilkontrast ausreichend, um prävertebrale Linien zu beurteilen.
Beurteilbare Leitstrukturen
- C1: vorderer und hinterer Atlasbogen, laterale Massen.
- C2: Dens axis, Wirbelkörper und Dornfortsatz.
- Ausrichtung C1/C2 zueinander (zervikaler Übergang).
- Prävertebrale Weichteile als Hinweis auf Trauma oder Hämatom.
- Oberer Anteil der HWS bis mindestens C3.
Häufige Fehler
- Unterkiefer nicht ausreichend gesenkt → C1/C2 weiterhin überlagert.
- Rotation des Kopfes → Doppelkonturen, Geometriefehler.
- Bewegungsartefakte durch unruhige Lagerung oder verspätete Belichtung.
- Unzureichender Bildausschnitt → Atlasbogen oder Dens nicht vollständig dargestellt.
- Zu geringe Belichtung → Dens und Atlasbögen schlecht differenzierbar.
Dens axis a.p. (offener Mund) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Densfraktur (Typ I–III nach Anderson/D’Alonzo).
- Beurteilung des Atlas (C1) und der lateralen Massen.
- Abklärung von Fehlstellungen oder Instabilität im kraniozervikalen Übergang.
- Ergänzende Aufnahme, wenn C1/C2 in der HWS lateral nicht beurteilbar ist.
- Verlaufskontrollen nach operativer Versorgung (Schraubenosteosynthese, Fusion).
Dens axis a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt oder steht frontal zum Detektor.
- Mund weit geöffnet („Open Mouth“-Technik).
- Oberer Schneidezahn und Hinterhaupt (Occiput) sollen in einer Linie liegen, um Überlagerung des Dens zu vermeiden.
- Sagittalebene exakt senkrecht zum Detektor (keine Rotation).
- Zunge am Mundboden halten, nicht gegen den Gaumen drücken.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior).
- Zentralstrahl mittig durch den geöffneten Mund auf den Dens axis.
- Keine oder minimale Winkelung (Institutsstandard beachten).
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Dens axis vollständig und frei von Oberkiefer-/Unterkieferüberlagerung dargestellt.
- Atlas (C1) sichtbar: vorderer und hinterer Atlasbogen, laterale Massen.
- Axis (C2) sichtbar: Dens, Wirbelkörperoberkante, obere Facettengelenke.
- Symmetrische Darstellung der lateralen Massen (Hinweis auf korrekte Lagerung).
Belichtung / Schärfe
- Dens axis und Atlasbögen klar abgegrenzt.
- Feinstrukturen wie Kortikalis und Gelenkflächen differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (kurze Belichtungszeit, stabiler Kopf).
- Zunge nicht über dem Dens projiziert.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Dens axis (Form, Kontinuität, mögliche Frakturlinien).
- Laterale Massen des Atlas (C1) und deren Symmetrie.
- Atlasbogen (vorderer/posteriorer).
- Oberes Facettengelenk C1/C2.
- Ausrichtung von C1 relativ zu C2 (Rotationsfehlstellungen erkennbar).
Häufige Fehler
- Überlagerung durch obere Schneidezähne → Kinn zu weit unten.
- Überlagerung durch Hinterhaupt → Kinn zu weit oben.
- Zunge über dem Dens → unklare Darstellung.
- Rotation → asymmetrische laterale Massen von C1.
- Unzureichender Bildausschnitt → Atlasbogen oder Dens teilweise abgeschnitten.
- Bewegungsunschärfe durch Haltung oder Atembewegung.
BWS & LWS
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
BWS a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Wirbelkörperfrakturen der Brustwirbelsäule.
- Abklärung von Rückenschmerzen mit möglicher thorakaler Ursache.
- Beurteilung degenerativer Veränderungen (Spondylose, Osteochondrose, Höhenminderungen).
- Nachweis oder Ausschluss von Skoliose oder Fehlstellungen.
- Verlaufskontrollen nach operativen Eingriffen oder Osteosynthesen.
- Diagnostik bei Tumoren, Infektionen oder osteoporotischen Veränderungen der BWS.
BWS a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder liegt in Rückenlage frontal zum Detektor.
- Sagittalebene mittig und senkrecht zur Detektorebene.
- Arme neben dem Körper, Schultern entspannt.
- Keine Rotation: Dornfortsatzlinie mittig, Rippenansätze beidseits symmetrisch.
- Aufnahme in ruhiger Exspiration, um die Weichteile zu entspannen und den Kontrast zu verbessern.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig durch die Brustwirbelsäule, typischerweise auf Höhe Th7 (unterer Angulus scapulae).
- Fokus-Film-Distanz je nach Institut 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Brustwirbelsäule von Th1 bis Th12 abgebildet (ggf. zwei Bilder nötig).
- Rippenansätze beidseits einsehbar zur Orientierung.
- Weichteile des Thorax sichtbar.
- Claviculae dürfen den oberen Anteil nicht vollständig überlagern (je nach Patient).
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen der Wirbelkörper und Pedikel scharf erkennbar.
- Intervertebralräume differenzierbar (teilweise eingeschränkt durch Überlagerung der Rippen).
- Feine Trabekelstrukturen des Wirbels sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (Atmung kontrollieren).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Wirbelkörper Th1–Th12, Endplatten, Pedikel und Dornfortsätze.
- Wirbelkörperhöhen und Alignment in der Frontalebene.
- Intervertebralräume soweit möglich einsehbar.
- Rippen-Wirbelgelenke (Costovertebralgelenke).
- Weichteilstrukturen des Thorax zur Orientierung.
Häufige Fehler
- Rotation → asymmetrische Dornfortsatzlinie und ungleichmässige Rippenansätze.
- Überlagerung durch Schultergürtel → oberes Drittel der BWS unklar.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Th1 oder Th12 fehlen).
- Zu harte Belichtung → Verlust feiner kortikaler Details.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung.
BWS lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen oder Keilwirbelbildung.
- Abklärung chronischer thorakaler Rückenschmerzen.
- Beurteilung degenerativer Veränderungen (Spondylosen, Höhenminderungen, Osteochondrosen).
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (Osteosynthesen, Versteifungen).
- Diagnostik bei Tumoren, Infektionen oder entzündlichen Veränderungen der Brustwirbelsäule.
BWS lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder liegt seitlich zum Detektor (true lateral).
- Arme angewinkelt und nach vorne gelagert oder über den Kopf, um die Schulterregion aus dem Strahlengang zu nehmen.
- Sagittalebene parallel zur Detektorebene, keine Rotation.
- Patient stabil lagern, um Bewegungsartefakte zu vermeiden.
- Aufnahme in ruhiger Exspiration für besseren Weichteilkontrast.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl auf die mittlere BWS gerichtet, typischerweise auf Höhe Th7.
- Fokus-Film-Distanz je nach Institut 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Brustwirbelsäule vollständig sichtbar: Th1 bis Th12 (ggf. zwei Aufnahmen notwendig).
- Hinterkanten der Wirbelkörper möglichst deckungsgleich (Kontrolle der Rotation).
- Weichteile einschliesslich retrosternaler Bereich teilweise im Bild.
- Rippenkonturen dürfen die Wirbelkörper nicht vollständig überlagern.
Belichtung / Schärfe
- Wirbelkörperkonturen, Endplatten und Pedikel klar differenzierbar.
- Hintere Wirbelkörperkanten scharf sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe durch Atmung oder unruhige Lagerung.
- Weichteile (z. B. prävertebrale Region) ausreichend differenziert.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Wirbelkörper Th1–Th12, deren Höhe und Form.
- Dornfortsätze, Pedikel und Wirbelbogen.
- Intervertebralräume und mögliche Höhenminderungen.
- Ausrichtung der BWS in der Sagittalebene (Kyphose, Stufenbildung).
- Weichteilstrukturen vor und hinter der BWS.
Häufige Fehler
- Rotation → Doppelkonturen an Dornfortsätzen und Wirbelkörperkanten.
- Überlagerung durch Schultern → obere Brustwirbelsäule schlecht sichtbar.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Th1 oder Th12 fehlen).
- Bewegungsunschärfe durch Atmung.
- Unzureichende Belichtung, besonders bei adipösen Patienten oder grossem Schultergürtel.
LWS a.p. – Indikation
- Abklärung von lumbalen Rückenschmerzen, radikulären Beschwerden oder Claudicatio spinalis.
- Verdacht auf Wirbelkörperfrakturen (traumatisch oder osteoporotisch).
- Beurteilung degenerativer Veränderungen (Spondylose, Osteochondrose, Höhenminderungen der Bandscheibenfächer).
- Diagnostik bei Skoliose oder Achsabweichungen der LWS.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (Osteosynthesen, Spondylodesen, Cage-Implantationen).
- Abklärung entzündlicher oder neoplastischer Prozesse der LWS.
LWS a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Rückenlage oder stehend frontal zum Detektor.
- Beine leicht angewinkelt (in Rückenlage) zur Reduktion der LWS-Lordose und Verbesserung der Darstellung der Bandscheibenräume.
- Sagittalebene mittig und senkrecht zur Detektorebene.
- Keine Rotation: Symmetrische Darstellung der Processus transversi und Pedikel.
- Arme ausserhalb des Strahlengangs.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl typischerweise auf Höhe L3 (in der Mitte zwischen Rippenbogen und Spina iliaca anterior superior).
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm, je nach Institut.
- Aufnahme in ruhiger Exspiration zur besseren Weichteildarstellung.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette LWS sichtbar: L1 bis S1 einschliesslich der unteren Endplatte von Th12 und der Sakralbasis.
- Laterale Weichteile und Costae der unteren Rippenanteile zur Orientierung.
- Beckenkämme (Cristae iliacae) häufig im Bild, dürfen aber die Wirbelkörper nicht überlagern.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen der Wirbelkörper, Pedikel und Dornfortsätze klar abgrenzbar.
- Intervertebralräume differenzierbar, soweit technisch möglich.
- Trabekelstruktur der Wirbelkörper sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Wirbelkörper L1–S1, deren Höhe und Form.
- Bandscheibenfächer mit möglicher Höhenminderung.
- Pedikel, Querfortsätze und Dornfortsätze.
- Ausrichtung der LWS in der Frontalebene (Skoliose, Achsabweichungen).
- Übergangsregion Th12/L1 und L5/S1.
- Weichteilstrukturen des Abdomens zur Orientierung (Psoasränder).
Häufige Fehler
- Rotation → asymmetrische Darstellung der Pedikel und Querfortsätze.
- Unzureichende Reduktion der Lordose → Intervertebralräume nicht beurteilbar.
- Unvollständiger Bildausschnitt (L1 oder S1 fehlen).
- Zu harte oder zu weiche Belichtung → Verlust feiner trabekulärer Strukturen.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung oder unruhige Lagerung.
LWS lateral – Indikation
- Abklärung lumbaler Rückenschmerzen und radikulärer Beschwerden.
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Wirbelkörperfrakturen oder Spondylolisthesis.
- Beurteilung degenerativer Veränderungen (Osteochondrosen, Spondylosen, Höhenminderungen der Bandscheibenfächer).
- Analyse der sagittalen Wirbelsäulenkrümmung (Lordose, Stufenbildung).
- Verlaufskontrollen nach operativen Eingriffen (z. B. Spondylodese, Schrauben-/Plattenosteosynthese).
- Diagnostik entzündlicher oder neoplastischer Veränderungen.
LWS lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient liegt in Seitenlage oder steht seitlich am Detektor (true lateral).
- Rücken und Hüfte in einer Linie, Sagittalebene exakt parallel zur Detektorebene.
- Arme nach vorne gestreckt oder angewinkelt, ausserhalb des Strahlengangs.
- Beine leicht angewinkelt (in Rückenlage), um die LWS zu stabilisieren.
- Keine Rotation: Hinterkanten der Wirbelkörper sollen möglichst deckungsgleich erscheinen.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl auf Höhe L3 gerichtet (mittig zwischen Rippenbogen und Crista iliaca).
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
- Aufnahme in ruhiger Exspiration, um Weichteilkontrast zu verbessern.
Bildausschnitt (Field of View)
- LWS vollständig sichtbar von L1 bis S1.
- Dornfortsätze, hintere Wirbelkörperkanten und Wirbelbogenstrukturen gut einsehbar.
- Prävertebrale Weichteile im Bildfeld enthalten.
- Weichteile dorsal zur Orientierung sichtbar.
Belichtung / Schärfe
- Klare Darstellung der Wirbelkörperkonturen und Dornfortsätze.
- Intervertebralräume differenzierbar (soweit durch Anatomie möglich).
- Trabekelstruktur der Wirbelkörper sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (Atmung kontrollieren).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Wirbelkörper L1–S1: Höhe, Form, Hinterkanten, Endplatten.
- Intervertebralräume und mögliche Höhenminderungen.
- Dornfortsätze, Pedikel und Wirbelbögen.
- Ausrichtung in der Sagittalebene: Lordose, Stufenbildung, Spondylolisthesis.
- Prävertebrale Weichteile (Hinweis auf Hämatome oder Pathologien).
- Sakrum und Übergang L5/S1.
Häufige Fehler
- Rotation → Doppelkonturen der Wirbelkörper und Dornfortsätze.
- Unvollständiger Bildausschnitt (z. B. L1 oder S1 fehlen).
- Überlagerung durch Arme oder Weichteile.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung oder instabile Lagerung.
- Zu harte/weiche Belichtung → Verlust feiner kortikaler und trabekulärer Strukturen.
LWS schräg (Foramina intervertebralia) – Indikation
- Abklärung radikulärer Beschwerden (z. B. L5–S1-Syndrom) mit Verdacht auf Foraminalstenose.
- Beurteilung der Intervertebralgelenke (Facettengelenke) auf Arthrosen oder Fehlstellungen.
- Nachweis degenerativer Veränderungen der Wirbelbögen (Spondylolyse, Spondylolisthesis – „Scotty Dog“-Darstellung).
- Traumadiagnostik bei fraglichen Frakturen der Wirbelbögen oder Processus articularis.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (z. B. Dekompression, Stabilisation).
LWS schräg – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Rückenlage oder stehend, Körper um ca. 45° zur Detektorebene rotiert (RAO/LAO bzw. RPO/LPO).
- Beide Arme ausserhalb des Strahlengangs, Schultergürtel entspannt.
- Beine leicht angewinkelt, wenn in Rückenlage, um die LWS zu stabilisieren.
- Keine zusätzliche Lateralflexion oder Fehrotation des Beckens.
- Der untersuchte Foramenkomplex liegt dem Detektor abgewandt (z. B. bei RPO = rechte Intervertebralforamina).
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang schräg, 90° zur Detektorebene angepasst an die 45°-Rotation.
- Zentralstrahl auf Höhe L3 (Mitte zwischen Crista iliaca und Rippenbogen), mittig zum Körper.
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
- Aufnahme vorzugsweise in ruhiger Exspiration.
Bildausschnitt (Field of View)
- LWS von L1 bis S1 vollständig im Bildfeld.
- Foramina intervertebralia und Wirbelbögen („Scotty Dog“) deutlich sichtbar.
- Laterale Konturen der Wirbelkörper einsehbar.
- Weichteile dorsal und ventral zur Orientierung eingeschlossen.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen der Wirbelbögen und Facettengelenke scharf dargestellt.
- Bandscheibenräume (soweit möglich) klar erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe durch Atmung oder Lagerungsinstabilität.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Intervertebralforamina der dem Detektor abgewandten Seite.
- Darstellung des „Scotty Dog“:
- Ohr = oberer Gelenkfortsatz
- Auge = Pedikel
- Vorderbein = Processus transversus
- Hinterbein = unterer Gelenkfortsatz
- Hals = Pars interarticularis
- Nachweis einer möglichen Spondylolyse („Halsbruch des Hundes“).
- Alignment der Wirbelkörper und Facettengelenke.
Häufige Fehler
- Falscher Rotationswinkel → Foramina nicht frei, „Scotty Dog“ nicht erkennbar.
- Unvollständiger Bildausschnitt (v. a. L5/S1 fehlt).
- Überlagerung durch Arme oder Weichteile.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung.
- Fehlerhafte Belichtung → Verlust feiner kortikaler Strukturen.
Obere Extremitäten
Clavicula
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Clavicula p.a. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Claviculafraktur.
- Abklärung von Schmerzen oder Deformitäten im Schultergürtel.
- Beurteilung postoperativer Zustände (Plattenosteosynthesen, Schrauben, Drähte).
- Verlaufskontrolle nach konservativer oder operativer Versorgung.
- Diagnostik bei AC-Gelenksbeschwerden oder degenerativen Veränderungen.
Clavicula p.a. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Oberkörper gerade, beide Schultern auf gleicher Höhe.
- Sagittalebene senkrecht zur Detektorebene, keine Rotation (SC-Gelenke symmetrisch).
- Arme locker hängen lassen, um Spannung der Clavicula zu vermeiden.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang p.a. (postero–anterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig auf die Clavicula gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Gesamte Clavicula vollständig abgebildet.
- SC-Gelenk medial und AC-Gelenk lateral klar einsehbar.
- Teile der oberen Rippen und des Schultergürtels zur Orientierung sichtbar.
- Kein Anschnitt der lateralen oder medialen Claviculaenden.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzung der Clavicula scharf erkennbar.
- AC- und SC-Gelenk gut differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Atemlage, kurze Belichtungszeit).
- Weichteile ausreichend durchzeichnet.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Clavicula im gesamten Verlauf.
- SC-Gelenk (Symmetrie, Luxationen, Dislokationen).
- AC-Gelenk (Breite, mögliche Sprengung, degenerative Veränderungen).
- Kortikale Kontinuität, Stufenbildung, Frakturlinien.
- Oberer Anteil des Thorax zur Orientierung.
Häufige Fehler
- Rotation des Oberkörpers → asymmetrische Darstellung der SC-Gelenke.
- Unvollständiger Bildausschnitt → mediale oder laterale Clavicula fehlt.
- Schulter zu hochgezogen → Überlagerung des lateralen Claviculaanteils.
- Falsche Belichtung → Verlust knöcherner Feinstrukturen.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung.
Clavicula tangential (Axial / schwach steil) – Indikation
- Ergänzende Diagnostik bei vermuteter Claviculafraktur (v. a. S-Form-Darstellung).
- Beurteilung des Claviculaverlaufs ohne Überlagerung durch Thorax oder Scapula.
- Analyse von Dislokationen oder Stufenbildungen.
- Postoperative Kontrolle (Platten, Schrauben, Drahtosteosynthesen).
- Bewertung des AC- und SC-Gelenkes aus veränderter Projektion.
Clavicula tangential – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Oberkörper aufrecht, Schultern entspannt und auf gleicher Höhe.
- Sagittalebene senkrecht zum Detektor, keine Rotation (SC-Gelenke symmetrisch).
- Arme locker hängen lassen, um die Clavicula nicht anzuheben.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang schräg/tangential, meist kraniokaudal geneigt.
- Kippung üblicherweise ca. 15–30° kaudal (Institutsstandard beachten):
- Ziel: Clavicula aus der Überlagerung der oberen Rippen lösen.
- Zentralstrahl mittig auf die Clavicula.
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Clavicula vom SC- bis zum AC-Gelenk vollständig dargestellt.
- Gute Abhebung der Clavicula vom Thorax und der Scapula (Ziel der tangentialen Projektion).
- Laterale und mediale Gelenkanteile vollständig im Bild.
- Oberer Thoraxbereich und Schulteranteile als Orientierung sichtbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzung der Clavicula klar erkennbar.
- Gelenkflächen von AC- und SC-Gelenk differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Atemlage, kurze Belichtungszeit).
- Kontrast so gewählt, dass knöcherne Feinstrukturen trotz Überlagerungen sichtbar bleiben.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Gesamte Clavicula im Verlauf.
- AC-Gelenk: Breite, Stufenbildung, degenerative Veränderungen.
- SC-Gelenk: Symmetrie, mögliche Subluxationen.
- Kortikale Kontinuität (Frakturen, Stufen, Dislokationen).
- Beurteilung der Implantatlage bei Osteosynthesen.
Häufige Fehler
- Zu geringe oder zu starke Kippung → Clavicula weiterhin überlagert bzw. verzerrt.
- Rotation des Oberkörpers → asymmetrische SC-Gelenke, verfälschte Claviculakontur.
- Unvollständiger Bildausschnitt (AC- oder SC-Gelenk fehlt).
- Schultern hochgezogen → Überlagerungen durch Scapulaanteile.
- Falsche Belichtung → Verlust feiner Frakturlinien.
Schulter
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Schulter a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Humeruskopffrakturen, Glenoidfrakturen oder Luxationen.
- Abklärung von Schulterschmerzen (degenerativ, entzündlich, traumatisch).
- Beurteilung des Glenohumeralgelenks und der knöchernen Strukturen des Schultergürtels.
- Diagnostik bei degenerativen Veränderungen (Omarthrose, Kalkablagerungen, Osteophyten).
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (Osteosynthesen, Endoprothesen).
Schulter a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Oberkörper gerade, Schultergürtel auf gleicher Höhe.
- Arm in Neutralstellung oder leicht innen- bzw. aussenrotiert (je nach Fragestellung und Standard).
- Sagittalebene senkrecht zur Detektorebene, keine Rotation.
- Patient entspannt, keine Anspannung im Schultergelenk.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Schultergelenk, leicht kaudal oder kranial angepasst je nach Institutsvorgabe.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Humeruskopf, proximale Humerusmetaphyse und Glenoid vollständig dargestellt.
- Lateraler Schlüsselbeinabschnitt und AC-Gelenk einbezogen.
- Scapula und deren Konturen (Spina scapulae, Acromion, Processus coracoideus) sichtbar.
- Thoraxanteile zur Orientierung vorhanden.
Belichtung / Schärfe
- Gute Darstellung der kortikalen Konturen des Humeruskopfes und der Glenoidfläche.
- Weichteilkontrast ausreichend, um periartikuläre Strukturen zu beurteilen.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Trabekelstruktur im Humeruskopf differenzierbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Glenohumeralgelenk: Stellung, Weite, mögliche Luxationen.
- Humeruskopf und -hals, Tuberculum majus und minus.
- Scapula: Spina, Acromion, Glenoid, Coracoid.
- AC-Gelenk und laterale Clavicula.
- Beurteilung möglicher Frakturen, Stufen, Osteophyten.
Häufige Fehler
- Rotation des Oberkörpers → verzerrte Glenoidprojektion.
- Armfehlposition (z. B. Innenrotation) führt zu Überlagerungen des Tuberculum majus/minus.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Glenoid oder proximaler Humerus angeschnitten).
- Über- oder Unterbelichtung → Verlust feiner Strukturen.
- Bewegungsunschärfe durch fehlerhafte Lagerung oder Schmerzen.
Schulter nach Neer (Outlet-View / Supraspinatus-Ausgang) – Indikation
- Diagnostik bei Verdacht auf Impingement-Syndrom (Subacromialraum).
- Beurteilung der Stellung des Humeruskopfes im Outlet des Supraspinatus.
- Identifizierung von akromialen Anbauten, Osteophyten oder Engstellen.
- Traumadiagnostik zur Beurteilung einer anteroinferioren oder posteroinferioren Luxation.
- Postoperative Kontrolle bei Eingriffen am Acromion oder der Rotatorenmanschette.
Schulter nach Neer – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt seitlich zum Detektor.
- Der Oberkörper wird ca. 45–60° zur Detektorebene rotiert (je nach Institut), sodass die Scapula in eine true-lateral-Position kommt.
- Die Scapula wird so eingestellt, dass der Angulus superior und inferior der Scapula deckungsgleich sind.
- Arm des betroffenen Schultergelenks hängt entspannt nach unten.
- Keine zusätzliche Innen- oder Aussenrotation des Armes.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang leicht kaudokranial (ca. 10–15°), je nach Anatomie.
- Zentralstrahl auf die Spina scapulae bzw. auf den Supraspinatus-Outflow (Neer-Ausgang).
- Fokus-Film-Distanz üblicherweise 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Scapula im Outlet-View: Spina scapulae, Acromion, Processus coracoideus, Glenoid.
- Humeruskopf vollständig sichtbar und im Verhältnis zur Glenoidfläche einsehbar.
- Subacromialraum (Outlet des Supraspinatus) frei projiziert.
- Oberer Thorax zur Orientierung im Bild enthalten.
Belichtung / Schärfe
- Scapula klar vom Thorax abgehoben, gute Darstellung der knöchernen Konturen.
- Subacromialraum differenzierbar ohne stärkere Überlagerungen.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Atemlage, kurze Belichtungszeit).
- Weichteile und Konturen der Rotatorenmanschette ausreichend kontrastiert.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Subacromialraum und supraspinöser Outflow.
- Scapula in true-lateral-Projektion (Spina als klare Linie erkennbar).
- Glenoidrand und Stellung des Humeruskopfes.
- Acromionform und mögliche Anbauten.
- Processus coracoideus im Verhältnis zum Humeruskopf.
Häufige Fehler
- Rotationsfehler → Scapula nicht in true-lateral-Stellung, Subacromialraum nicht frei projiziert.
- Zu geringe oder zu starke Kippung des Zentralstrahls → Outlet nicht korrekt dargestellt.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Scapulainferiorwinkel oder Acromion fehlt).
- Überlagerung durch Thoraxstrukturen aufgrund unzureichender Schulterhaltung.
- Bewegungsunschärfe durch Atmung oder Schmerzen.
Schulter – Schwedenstatus 1–2 – Indikation
- Standardisierte Basisdiagnostik der Schulter in zwei Ebenen.
- Abklärung von Schulterschmerzen unterschiedlicher Genese (degenerativ, traumatisch, entzündlich).
- Beurteilung von Glenohumeralgelenk, proximalem Humerus, Scapula und AC-Gelenk.
- Verlaufskontrollen nach Verletzungen oder operativen Eingriffen.
- Diagnostik bei Verdacht auf Rotatorenmanschettenpathologie oder Impingement.
Schwedenstatus 1 – a.p. (Neutralstellung)
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Arm in Neutralstellung, locker hängend.
- Sagittalebene senkrecht zum Detektor, keine Rotation.
- Schultern entspannt auf gleicher Höhe.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p., 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Glenohumeralgelenk.
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
Bildausschnitt
- Humeruskopf, Glenoid, proximale Humerusmetaphyse vollständig sichtbar.
- AC-Gelenk, laterale Clavicula und Scapulakonturen im Bild.
- Oberer Thoraxanteil zur Orientierung enthalten.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Humeruskopf und -hals, Glenoidfläche.
- Korakohumeraler Abstand, Gelenkspalt.
- AC-Gelenk, Clavicula, Scapula.
- Konturen des Tuberculum majus und minus.
Schwedenstatus 2 – a.p. in Aussenrotation
Patientenlagerung
- Patient frontal zum Detektor, wie in Schwedenstatus 1.
- Arm aktiv oder passiv aussenrotiert, sodass das Tuberculum majus maximal freigestellt wird.
- Schultern auf gleicher Höhe, Oberkörper nicht rotiert.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p., unverändert wie bei Aufnahme 1.
- Zentralstrahl erneut auf das Glenohumeralgelenk.
- FFD 100–115 cm.
Bildausschnitt
- Kompletter Humeruskopf, Glenoid und proximale Humerusregion.
- Scapula-Anteile sowie AC-Gelenk eingeschlossen.
- Gleicher Bildausschnitt wie bei Aufnahme 1 (Vergleichbarkeit).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Tuberculum majus klar freigestellt.
- Humeruskopfform, Kontinuität und mögliche Frakturlinien.
- Beurteilung von Kalkeinlagerungen oder degenerativen Veränderungen.
- Glenohumerale Stellung im Vergleich zu Neutralrotation.
Allgemeine Anforderungen an den Schwedenstatus
- Beide Aufnahmen in identischer Position des Oberkörpers.
- Geringstmögliche Rotation des Körpers – Scapula muss eindeutig identifizierbar sein.
- Vergleichbarkeit zwischen neutraler Stellung und Aussenrotation.
- Konsistente Belichtungseinstellungen.
Häufige Fehler
- Körper- oder Schulterrotation → Glenoid nicht korrekt projiziert.
- Unvollständiger Bildausschnitt (laterale Clavicula oder Glenoid fehlt).
- Fehlende oder unzureichende Aussenrotation bei Aufnahme 2.
- Überlagerung durch Weichteile oder falsche Armhaltung.
- Bewegungsunschärfe, v. a. bei schmerzhaften Schultern.
Schulter – Schwedenstatus 3 (Innenrotation) – Indikation
- Ergänzende Diagnostik zur Beurteilung des Tuberculum minus.
- Darstellung der Innenrotationsposition als Bestandteil des vollständigen Schwedenstatus (1–3).
- Nachweis oder Ausschluss von Frakturen des Tuberculum minus bzw. der vorderen Humerusanteile.
- Beurteilung von Weichteil- und ossären Veränderungen in Innenrotation.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen am proximalen Humerus.
Schwedenstatus 3 – a.p. in Innenrotation – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor, identisch zur Position der Aufnahmen 1 und 2.
- Arm wird maximal innenrotiert (Handrücken auf den Bauch / Oberschenkel legen).
- Sagittalebene senkrecht zur Detektorebene, Oberkörper nicht rotiert.
- Schultern auf gleicher Höhe, entspannt.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p., 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Glenohumeralgelenk.
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
- Keine Kippung des Strahls, identisch zu Schwedenstatus 1 und 2.
Bildausschnitt (Field of View)
- Humeruskopf vollständig dargestellt.
- Klare Darstellung des Tuberculum minus durch die Innenrotation.
- Glenoid, Scapula, AC-Gelenk und laterale Clavicula sichtbar.
- Gleicher Bildausschnitt wie bei Status 1–2 zur optimalen Vergleichbarkeit.
Belichtung / Schärfe
- Gute Darstellung der knöchernen Feinstrukturen (Tuberculum minus, Humerusmetaphyse).
- Weichteile ausreichend differenziert.
- Keine Bewegungsunschärfe, Patient soll Arm möglichst ruhig halten.
- Angleichung der Belichtung an Status 1–2 für Vergleichbarkeit.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Tuberculum minus klar freigestellt.
- Humeruskopf- und Halskonturen.
- Glenohumerale Gelenkstellung.
- AC-Gelenk, laterale Clavicula, Scapula.
- Nachweis möglicher Frakturen, Deformitäten oder osteophytärer Veränderungen.
Häufige Fehler
- Unzureichende Innenrotation → Tuberculum minus nicht freigestellt.
- Körperrotation → verzerrte Projektion des Glenoids.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Glenoid oder proximaler Humerus fehlt).
- Überlagerung durch Armhaltung oder Weichteile.
- Bewegungsunschärfe bei schmerzhaften Schultern.
Oberarm
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Oberarm a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Humerusschaftfrakturen.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Deformitäten des Oberarms.
- Beurteilung des proximalen und distalen Humerus in einer Ebene.
- Diagnostik bei Tumoren, Infektionen oder degenerativen Veränderungen.
- Verlaufskontrolle nach konservativer oder operativer Therapie (z. B. Marknagel, Platte).
Oberarm a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Oberarm liegt eng am Körper an, Arm in leichter Aussenrotation (Handfläche nach vorne), sofern schmerzbedingt möglich.
- Sagittalebene senkrecht zur Detektorebene, keine Rotation.
- Schultergürtel gerade, beide Schultern auf einer Höhe.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. (anterior–posterior), 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Mitte des Humerus gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–115 cm.
- Bei langen Oberarmen ggf. zwei Aufnahmen (proximal/distal) notwendig.
Bildausschnitt (Field of View)
- Gesamter Humerus vom Humeruskopf bis zum Ellenbogengelenk vollständig dargestellt.
- Proximale Humeruskonturen (Kopf, Tuberkula) und distales Ende (Trochlea, Capitulum) sichtbar.
- AC-Gelenk bzw. Schulteranteile zur Orientierung teilweise einbezogen.
- Ellenbogengelenkslinie vollständig sichtbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen des gesamten Humerus scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Armhaltung, kurze Belichtungszeit).
- Gelenkflächen an Schulter und Ellbogen ausreichend durchzeichnet.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Gesamter Verlauf des Humerusschaftes.
- Proximal: Humeruskopf, Collum chirurgicum, Tuberculum majus/minus.
- Distal: Capitulum, Trochlea, Suprakondylärregion.
- Kortikale Kontinuität → Frakturen, Stufen, Dislokationen.
- Weichteile zur Beurteilung von Hämatomen oder Schwellungen.
Häufige Fehler
- Unvollständiger Bildausschnitt (Schulter oder Ellenbogen fehlen).
- Rotation des Oberkörpers oder Arms → verzerrte Humeruskontur.
- Überlagerung des distalen Humerus durch Thorax oder Weichteile.
- Bewegungsunschärfe durch Schmerzen.
- Falsche Belichtung → Verlust feiner kortikaler Strukturen.
Oberarm lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Humerusschaftfrakturen.
- Beurteilung des Humerus in der zweiten Ebene (ergänzend zur a.p.-Aufnahme).
- Darstellung des proximalen und distalen Humerus in lateraler Projektion.
- Diagnostik bei Tumoren, Infektionen oder degenerativen Veränderungen.
- Verlaufskontrollen nach operativer oder konservativer Therapie (z. B. Marknagel, Plattenosteosynthese).
Oberarm lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt seitlich zum Detektor.
- Arm wird in leichter Innenrotation über den Bauch gelegt (**klassische Lateralposition**), oder – sofern möglich – Ellenbogen 90° beugen und Unterarm auf den Bauch / Brustkorb legen.
- Sagittalebene parallel zur Detektorebene, keine Oberkörperrotation.
- Schultern auf gleicher Höhe, Oberarm möglichst eng am Körper.
- Bei schmerzhaften Frakturen alternativ: **distale oder proximale Lateralaufnahme separat**.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral (90° zur Detektorebene).
- Zentralstrahl mittig auf den Humerusschaft.
- Fokus-Film-Distanz üblicherweise 100–115 cm.
- Gegebenenfalls zwei getrennte Aufnahmen (proximal und distal), wenn der gesamte Humerus nicht auf ein Bild passt.
Bildausschnitt (Field of View)
- Gesamter Humerus vom Humeruskopf bis zum Ellenbogengelenk.
- Proximale Strukturen (Tuberkula, Collum chirurgicum) müssen erkennbar sein.
- Distale Strukturen (Trochlea, Capitulum, Suprakondylärregion) vollständig im Bild.
- Weichteile des Oberarms und der Schulter zur Orientierung sichtbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen über den ganzen Schaft klar abgegrenzt.
- Keine Bewegungsunschärfe (Patient stabil lagern, kurze Belichtungszeit).
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Gelenkflächen von Schulter und Ellenbogen erkennbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Humerusschaft: Kontinuität, mögliche Frakturen oder Dislokationen.
- Proximal: Humeruskopf, Tuberculum majus/minus, Collum chirurgicum.
- Distal: Suprakondylärregion, Capitulum, Trochlea.
- Weichteile (Schwellungen, Hämatome, Fremdkörper).
Häufige Fehler
- Unvollständiger Bildausschnitt (Schulter oder Ellenbogen fehlen).
- Rotation des Oberkörpers → Humerus nicht true lateral.
- Armhaltung nicht stabil → Bewegungsunschärfe.
- Überlagerung des distalen Humerus durch Thorax oder Weichteile.
- Falsche Belichtung → Verlust feiner knöcherner Details.
Oberarm – Elevation (axiale / elevierte Projektion) – Indikation
- Darstellung des Humeruskopfes und des proximalen Humerus in überkopfgerichteter Armhaltung.
- Ergänzende Aufnahme bei Frakturen des proximalen Humerus, insbesondere bei Verdacht auf Dislokationen.
- Abklärung von Schulterluxationen (v. a. posttraumatisch) aus ungewohnter Projektion.
- Beurteilung der Stellung des Humeruskopfes relativ zur Glenoidkavität.
- Verlaufskontrolle nach osteosynthetischer Versorgung.
Oberarm – Elevation – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient steht oder sitzt frontal zum Detektor.
- Betroffener Arm wird soweit wie möglich über Kopf gehoben (Elevation), ohne forcierte Schmerzen.
- Ellenbogen gestreckt oder nur leicht gebeugt, abhängig von Verletzungssituation.
- Schultergürtel gerade, keine Rotation des Oberkörpers.
- Hand in Neutral- oder leichter Aussenrotation halten, wenn möglich.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p. oder leicht kraniokaudal, abhängig vom Untersuchungsziel.
- Zentralstrahl auf die Mitte des elevierten Humerus gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
- Bei eingeschränkter Hebung kann die Projektion angepasst werden (semi-axial).
Bildausschnitt (Field of View)
- Proximaler Humerus mit Humeruskopf vollständig dargestellt.
- Glenohumeralgelenk sichtbar, insbesondere die Stellung des Humeruskopfes.
- Distaler Humerusanteil je nach Armlänge im Bild enthalten.
- Scapula und Teile des Schultergürtels zur Orientierung abgebildet.
Belichtung / Schärfe
- Kortikalis des proximalen Humerus klar erkennbar.
- Weichteile gut durchzeichnet (Deltoideus, Rotatorenmanschette).
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Lagerung, kurze Belichtungszeit).
- Trabekelstruktur im Humeruskopf differenziert sichtbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Humeruskopf mit Gelenkstellung in Elevation.
- Proximale Humerusmetaphyse einschliesslich Tuberculum majus/minus.
- Scapulakontur und Glenoidrand.
- Beurteilung der Frakturlinien, Stufen, Dislokationen.
- Therapiekontrolle: Platten, Schrauben, Marknägel (Lage, Integrität).
Häufige Fehler
- Unzureichende Elevation → proximale Anteile des Humerus überlagert.
- Rotation des Oberkörpers → verzerrte Gelenkdarstellung.
- Instabile Armhaltung → Bewegungsunschärfe.
- Unvollständiger Bildausschnitt, v. a. fehlender Humeruskopf.
- Überlagerung durch Thorax oder Weichteile bei falscher Armführung.
Ellenbogen & Unterarm
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Ellenbogen a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen (Radiusköpfchen, Olecranon, distaler Humerus).
- Beurteilung des Humeroulnar- und Humeroradialgelenks.
- Abklärung von Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder Schwellungen im Ellenbogengelenk.
- Diagnostik bei degenerativen, entzündlichen oder rheumatischen Veränderungen.
- Verlaufskontrollen nach operativen oder konservativen Therapien.
Ellenbogen a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt oder steht frontal zum Detektor.
- Arm in Streckstellung, Unterarm supiniert (Handfläche nach oben).
- Oberarm und Unterarm liegen in einer Ebene auf dem Detektor bzw. Tisch auf.
- Ellbogen vollständig durchgestreckt – falls schmerzbedingt nicht möglich, **angepasste Projektion** (Teilflexion) dokumentieren.
- Sagittalebene senkrecht zum Detektor, keine Rotation.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p., 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig auf das Ellenbogengelenk.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–105 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Ellenbogengelenk vollständig: distaler Humerus, proximale Ulna und Radius.
- Einschluss der Gelenkflächen von Humeroulnar- und Humeroradialgelenk.
- Weichteile um das Gelenk zur Beurteilung von Schwellungen sichtbar.
- Mindestens ein Drittel von Humerus und Unterarm im Bildfeld.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen von Humerus, Ulna und Radius scharf erkennbar.
- Gelenkspalt gut abgrenzbar.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Distaler Humerus: Trochlea, Capitulum, Epicondylen.
- Proximaler Radius: Radiuskopf, Radiushals.
- Proximale Ulna: Olecranonfortsatz (Basis), Processus coronoideus.
- Humeroulnar- und Humeroradialgelenk.
- Gelenkspaltweite, Stellung, Frakturlinien.
- Weichteile zur Erkennung von Ergusszeichen.
Häufige Fehler
- Ellbogen nicht vollständig gestreckt → Gelenkflächen verzerrt, Trochlea nicht klar projiziert.
- Unterarm nicht supiniert → Radius und Ulna überlagern sich teilweise.
- Rotation des Arms → asymmetrische Gelenkdarstellung.
- Unvollständiger Bildausschnitt (z. B. Olecranonbasis fehlt).
- Über- oder Unterbelichtung → Verlust feiner kortikaler Strukturen.
Ellenbogen seitlich – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen (Radiusköpfchen, Olecranon, distaler Humerus).
- Beurteilung der Stellung von Radius und Ulna zueinander (Luxation, Subluxation).
- Erkennung von Gelenkergüssen (vordere und hintere Fettpolsterzeichen).
- Diagnostik degenerativer, entzündlicher und rheumatischer Veränderungen.
- Verlaufskontrollen nach konservativer oder operativer Therapie.
Ellenbogen lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt oder steht seitlich zum Detektor.
- Ellenbogen 90° gebeugt (rechter Winkel).
- Unterarm in Neutralstellung (Daumen zeigt nach oben).
- Oberarm und Unterarm liegen in einer Ebene; Arm dicht am Körper, wenn möglich.
- Sagittalebene parallel zur Detektorebene (true lateral), keine Rotation.
- Handgelenk und Schulter möglichst auf gleicher Höhe, um Achsenschiefstand zu vermeiden.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig auf das Ellenbogengelenk gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz typischerweise 100–105 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Ellenbogengelenk vollständig: distaler Humerus, proximale Ulna und Radius.
- Olecranon, Trochlea und Capitulum klar abgebildet.
- Teil des Humerus und Unterarms zur Orientierung im Bild.
- Weichteile vollständig einsehbar (Hinweis auf Schwellung, Erguss).
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen von Humerus, Ulna und Radius gut differenzierbar.
- Darstellung der Fettpolsterzeichen (anterior/posterior) möglich.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Armhaltung, kurze Belichtungszeit).
- Gelenkflächen klar sichtbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Olecranon und Olecranonfossa.
- Trochlea und Capitulum (korrekte Überlagerung).
- Radiuskopf und Radiushals.
- Humeroradial- und Humeroulnargelenk.
- Fettpolsterzeichen (indirekter Hinweis auf Gelenkerguss).
- Gelenkstellung, Achsabweichungen, Dislokationen.
Häufige Fehler
- Keine true-lateral-Position → Doppelkonturen an Trochlea und Capitulum.
- Unterarm nicht neutral (z. B. proniert) → Radiuskopf falsch projiziert.
- Arm nicht auf gleicher Höhe wie Schulter → verzerrte Darstellung.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Radiuskopf oder Olecranon fehlt).
- Bewegungsunschärfe durch Schmerz oder mangelnde Stabilisierung.
Unterarm a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen von Radius und/oder Ulna.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Deformitäten des Unterarms.
- Beurteilung der knöchernen Achse sowie der Stellung von Radius und Ulna.
- Diagnostik bei entzündlichen oder degenerativen Veränderungen.
- Verlaufskontrollen nach operativen oder konservativen Therapien (Plattenosteosynthese, Marknägel, Gipse).
Unterarm a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt oder steht frontal zum Detektor.
- Unterarm in vollständiger Supination (Handfläche nach oben).
- Arm gestreckt; Ellbogen vollständig durchstrecken, wenn schmerzbedingt möglich.
- Oberarm und Unterarm in einer Ebene, flach auf dem Detektor/Tisch aufliegend.
- Sagittalebene senkrecht zur Detektorebene, keine Rotation.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p., 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig auf den Unterarm (Radius/Ulna).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100–105 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Gesamter Unterarm von proximalem Radius/Ulna bis distalem Anteil vollständig sichtbar.
- Ellbogengelenk und Handgelenk müssen vollständig im Bild sein (Grundregel der Frakturdiagnostik).
- Weichteile einschliesslich angrenzender Muskulatur darstellbar.
- Keine Abschneidung der Gelenkflächen.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen von Radius und Ulna scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Gelenkflächen von Handgelenk und Ellenbogen klar sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Gesamter Radius und Ulna: Schaftkontinuität, mögliche Frakturen.
- Proximal: Radiuskopf/-hals, Olecranonbasis (Ellenbogen im Bild).
- Distal: Radiokarpalgelenk, distale Ulna, Processus styloideus.
- Beurteilung von Achsabweichungen und Dislokationen.
- Weichteile zur Einschätzung von Hämatomen oder Schwellungen.
Häufige Fehler
- Gelenke nicht vollständig im Bild → diagnostisch unbrauchbar bei Frakturverdacht.
- Unterarm nicht supiniert → Radius und Ulna überlagern sich.
- Rotation des Arms → verzerrte Darstellung der Schaftachsen.
- Anschnitt der distalen oder proximalen Gelenkanteile.
- Bewegungsunschärfe durch unzureichende Stabilisierung.
Unterarm lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen von Radius und/oder Ulna.
- Beurteilung der Stellung der beiden Unterarmknochen zueinander (Dislokation, Achsabweichung).
- Ergänzende Aufnahme zur a.p.-Projektion für vollständige Frakturdiagnostik.
- Diagnostik bei degenerativen oder entzündlichen Veränderungen.
- Verlaufskontrolle nach operativen Eingriffen (Platten, Schrauben, Marknägel) oder konservativer Therapie.
Unterarm lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt oder steht seitlich zum Detektor.
- Ellbogen 90° beugen.
- Unterarm in Neutralstellung (Daumen zeigt nach oben).
- Handgelenk, Unterarm und Ellenbogen liegen in einer Ebene flach am Detektor/Tisch.
- Oberarm möglichst dicht am Körper, Schulter und Ellenbogen auf gleicher Höhe.
- Sagittalebene parallel zur Detektorebene – true lateral.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig auf den Unterarm (Radius/Ulna).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100–105 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Gesamter Unterarm vollständig abgebildet: Ellenbogengelenk und Handgelenk vollständig im Bild.
- Klar getrennte Darstellung von Radius und Ulna (in Lateralposition nicht deckungsgleich).
- Weichteile um den Unterarm vollständig einsehbar.
- Gelenkflächen ohne Anschnitt.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe kortikale Konturen der gesamten Unterarmknochen.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Lagerung, kurze Belichtungszeit).
- Vordere und hintere Weichteilschichten sichtbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Gesamter Radius und Ulna (Schaft, metaphysäre und epiphysäre Strukturen).
- Ellenbogengelenk: Radiuskopf, Radiushals, Olecranonbasis.
- Handgelenk: Radiokarpalgelenk, distale Ulna, Processus styloideus.
- Achsabweichungen, Dislokationen, Stufenbildungen.
- Weichteile zur Einschätzung von Hämatomen oder Schwellungen.
Häufige Fehler
- Ellenbogen nicht 90° gebeugt → unklarer Radiuskopf, keine echte Lateralposition.
- Unterarm nicht in einer Ebene → Verzerrung der Knochenachsen.
- Körperrotation → Radius und Ulna nicht korrekt lateral dargestellt.
- Gelenke angeschnitten oder unvollständig im Bild.
- Bewegungsunschärfe durch instabile Lagerung.
Hand & Handgelenk
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Hand d.v. (dorsoventral) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Mittelhandknochen, Phalangen oder des Handgelenks.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Fehlstellungen der Hand.
- Diagnostik degenerativer oder entzündlicher Veränderungen (Arthritis, Arthrose).
- Beurteilung postoperativer Zustände (Osteosynthesen, Drähte, Schrauben).
- Verlaufskontrolle nach konservativer Therapie (Gips, Schienen).
Hand d.v. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand flach mit der Handfläche nach unten (dorsoventral) auf dem Detektor.
- Finger gestreckt und leicht gespreizt, damit sich die Grund- und Mittelphalangen nicht überlagern.
- Unterarm in Verlängerung der Hand, ebenfalls flach aufliegend.
- Weder Pronation noch Supination – korrekte d.v.-Position.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang d.v., 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf den 3. Mittelhandknochen (MHK III).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Hand von den Fingerkuppen bis zum distalen Radius/Ulna-Anteil.
- Alle drei Strahlen (Radial-, Mittel-, Ulnarstrahl) vollständig sichtbar.
- Karpalknochen vollständig im Bild.
- Kein Anschnitt der Endphalangen oder des distalen Unterarms.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe Darstellung der kortikalen Konturen aller Phalangen, Mittelhandknochen und Karpalia.
- Gelenkspalten klar abgrenzbar.
- Trabekelstruktur der Knochen differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalangen, Mittelhandknochen (MHK I–V), Metakarpophalangealgelenke.
- Karpalknochen (Os scaphoideum, lunatum, triquetrum, pisiforme etc.).
- Radiokarpalgelenk und distale Ulna/Radiusanteile.
- Frakturen, Dislokationen, Achsabweichungen.
- Degenerative oder entzündliche Veränderungen der Gelenke.
- Weichteile, Schwellungen, Hämatome, mögliche Fremdkörper.
Häufige Fehler
- Finger nicht gestreckt oder überlagert → Gelenkspalten unklar.
- Rotation der Hand → ungleiche Darstellung der Mittelhandknochen.
- Anschnitt der Fingerkuppen oder distaler Unterarmteile.
- Unterarm nicht in einer Linie → Verkippung des Handgelenks.
- Über- oder Unterbelichtung → Verlust feiner kortikaler Details.
Handgelenk d.v. (dorsoventral) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen des distalen Radius oder der distalen Ulna (z. B. Colles-, Smith-Fraktur).
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen im Handgelenk.
- Verdacht auf Karpalfrakturen (v. a. Os scaphoideum).
- Beurteilung degenerativer Veränderungen (Arthrose, Chondrokalzinose).
- Postoperative Kontrolle nach Plattenosteosynthesen, Schrauben- oder Drahtfixationen.
Handgelenk d.v. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Handfläche flach auf dem Detektor (dorsoventrale Projektion).
- Unterarm in Neutralstellung, vollständig flach aufgelegt.
- Ellbogen leicht abgewinkelt, so dass Unterarm und Hand in einer Ebene liegen.
- Keine Pronation/Supination über die reine d.v.-Position hinaus.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang d.v., 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Radiokarpalgelenk (Gelenkspalt Radius–Karpalia).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplettes Handgelenk: distaler Radius, distale Ulna, proximale Karpalreihe.
- Teile der zweiten Karpalreihe zur Orientierung sichtbar.
- Basis der Mittelhandknochen I–V vollständig im Bild.
- Distaler Unterarm (ca. 4–5 cm) mit abgebildet.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen von Radius, Ulna und Karpalia scharf erkennbar.
- Karpale Gelenkspalten gut differenzierbar.
- Trabekelstruktur sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (ruhige Lagerung, kurze Belichtungszeit).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Distaler Radius (Gelenkfläche, Inklination, mögliche Frakturlinien).
- Distale Ulna inkl. Processus styloideus.
- Os scaphoideum, lunatum, triquetrum, pisiforme und Anteile der distalen Reihe.
- Radiokarpalgelenk und Mediokarpalgelenk.
- Weichteile: Schwellungen, Fettstreifen, mögliche Ergusszeichen.
Häufige Fehler
- Rotation des Unterarms → asymmetrische Darstellung der Radius- und Ulnaanteile.
- Hand nicht flach aufgelegt → verkippte Gelenkflächen.
- Anschnitt der Karpalreihe oder distalen Unterarmanteile.
- Fehlerhafte Belichtung → Verlust feiner Frakturlinien (z. B. Scaphoidfrakturen).
- Bewegungsunschärfe durch unruhige Handhaltung.
Handgelenk lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen des distalen Radius, der distalen Ulna oder der Karpalia.
- Beurteilung der dorsopalmaren Dislokation (z. B. bei Colles- oder Smith-Frakturen).
- Abklärung der Gelenkstellung und Achsabweichungen.
- Beurteilung von Luxationen oder Bandverletzungen (z. B. perilunäre Luxation).
- Postoperative Kontrolle nach Osteosynthesen.
Handgelenk lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Unterarm in Neutralstellung, Daumen zeigt nach oben.
- Handgelenk und Unterarm in einer geraden Linie, flach auf dem Detektor.
- Ellbogen in etwa 90° Beugung, damit der Unterarm aufliegt.
- True lateral: Radius und Ulna müssen exakt übereinander projiziert sein.
- Finger gestreckt und übereinandergelegt oder leicht angewinkelt (ohne das Gelenk zu kippen).
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Radiokarpalgelenk gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Distaler Radius und distale Ulna vollständig im Bild.
- Proximale Karpalreihe komplett sichtbar (Scaphoid, Lunatum, Triquetrum, Pisiforme).
- Anteile der distalen Karpalreihe sowie Basis der Mittelhandknochen im Bild.
- Weichteile dorsal und palmar klar einsehbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen der Knochen scharf abgegrenzt.
- Karpale Überlagerungen korrekt (Pisiforme liegt palmar über dem Triquetrum).
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Dorsopalmare Stellung des distalen Radius (z. B. bei Frakturen).
- Radiokarpalgelenk und Mediokarpalgelenk.
- Karpale Achsen (z. B. Scapho-Lunatum-Winkel).
- Kontur und Stellung der distalen Ulna.
- Weichteile: Schwellung, Fettstreifen, Ergusszeichen.
- Erkennung von Luxationsmustern (perilunär, transkarpal etc.).
Häufige Fehler
- Keine true-lateral-Position: Radius und Ulna liegen nicht übereinander → Gelenkflächen verzerrt.
- Unterarm nicht in einer Ebene → Verkippung des Handgelenks.
- Fingerhaltung beeinflusst die Position des Handgelenks (z. B. dorsale Flexion).
- Unvollständiger Bildausschnitt (Scaphoid oder distale Ulna fehlt).
- Bewegungsunschärfe (Schmerzpatienten, fehlende Stabilisierung).
Hand lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Phalangen oder Mittelhandknochen.
- Beurteilung der dorsopalmaren Dislokation und Achsabweichungen.
- Analyse von Weichteilschwellungen, Hämatomen oder Fremdkörpern.
- Diagnostik degenerativer oder entzündlicher Gelenkerkrankungen.
- Verlaufskontrolle nach operativer oder konservativer Frakturversorgung.
Hand lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Ulnarseitige Handkante auf dem Detektor aufsetzen (true lateral).
- Handgelenk in Neutralstellung, Unterarm in gleicher Ebene.
- Finger gestreckt und ventral übereinandergelegt, sofern Einzelstrahlen nicht beurteilt werden müssen.
- Bei Bedarf (z. B. einzelne Fingerfrakturen): betroffenen Finger separat abspreizen.
- Daumen leicht abgespreizt und seitlich sichtbar.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Mittelhand, Höhe MHK II–III.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Hand inklusive Fingerkuppen und distalem Unterarm.
- Mittelhandknochen, Phalangen und Gelenke vollständig im Bild.
- Karpalknochen und Radiokarpalgelenk sichtbar.
- Weichteile dorsal und palmar einsehbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen der Phalangen, Mittelhandknochen und Karpalia scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Gelenkspalten klar abgrenzbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalangen und Mittelhandknochen in dorsopalmarem Verlauf.
- Stellung der Karpalknochen und Radiokarpalgelenk.
- Weichteile (Schwellungen, Fremdkörper, Ergusszeichen).
- Frakturlinien, Dislokationen, Stufenbildungen.
- Beurteilung der einzelnen Strahlen (ggf. separater Fingerlateral notwendig).
Häufige Fehler
- Keine true-lateral-Position: Doppelkonturen der Mittelhandknochen.
- Finger nicht exakt übereinandergelegt → unklare Darstellung.
- Daumen überlagert die Mittelhand.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Fingerkuppen oder distaler Unterarm fehlen).
- Bewegungsunschärfe durch mangelnde Stabilisierung.
Hand schräg (oblique) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Frakturverdacht an Phalangen, Mittelhandknochen oder Karpalknochen.
- Beurteilung einzelner Strahlen bei Überlagerungen in d.v.- oder lateral-Projektion.
- Darstellung der Karpalia in alternativer Projektion (z. B. Scaphoid, Trapezium).
- Diagnostik degenerativer oder entzündlicher Gelenkerkrankungen.
- Verlaufskontrolle nach operativen oder konservativen Therapien.
Hand schräg – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand in etwa 45° Schrägstellung auf den Detektor legen (ulnare oder radiale Schrägprojektion je nach Fragestellung).
- Unterarm in Verlängerung der Hand, flach aufliegend.
- Finger leicht gespreizt, gestreckt und ohne Überlagerung.
- Neutralstellung des Handgelenks (weder Palmar- noch Dorsalflexion).
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang senkrecht (90°) zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf den 3. Mittelhandknochen (MHK III).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Hand inklusive Fingerkuppen und distalem Radius/Ulna-Anteil.
- Karpalknochen beider Reihen gut sichtbar und teilweise entdrillt.
- Gelenkspalten der Phalangen und Metakarpalia einsehbar.
- Kein Anschnitt der Finger oder der distalen Unterarmanteile.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe kortikale Begrenzungen aller Knochen.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Feine Frakturlinien (z. B. am Scaphoid oder an den MHKs) erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalangen und Mittelhandknochen (Achsverlauf, Dislokationen, Frakturen).
- Karpalknochen (Scaphoid, Trapezium, Hamatum, Capitatum, Lunatum etc.).
- Metakarpophalangeal- und interphalangeale Gelenke.
- Radiokarpalgelenk und distale Ulna/Radiusanteile.
- Weichteile (Schwellungen, Hämatome, Fremdkörper).
Häufige Fehler
- Falscher Schrägwinkel (z. B. nur 20° oder über 60°) → unzureichende Entdrillung der Karpalia.
- Finger überlagern sich → Gelenkspalten nicht erkennbar.
- Unterarm nicht in einer Ebene → Verkippung und verzerrte Darstellung.
- Anschnitt der Fingerkuppen oder distalen Unterarmanteile.
- Bewegungsunschärfe durch unruhige Fingerhaltung.
Scaphoid & Finger
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Scaphoid 1 – Navicularequartett (Standard-PA für Scaphoiddiagnostik) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Sturz auf die ausgestreckte Hand (FOOSH).
- Verdacht auf Scaphoidfraktur (klassische Tabatière-Schmerzen, Axialdruckschmerz auf MHK I).
- Beurteilung der Scaphoidkontur und der proximalen/distalen Pole.
- Darstellung der Karpalia in neutraler Position vor gezielteren Schräg- und Schräg-Schwenkaufnahmen.
- Verlaufskontrolle bei gesicherter Scaphoidfraktur (konservativ/operativ).
Scaphoid 1 – Navicularequartett – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand flach in dorsoventraler Projektion auf dem Detektor.
- Unterarm in Neutralstellung, vollständig aufgelegt.
- Keine Ulnar- oder Radialabduktion (neutrale Handgelenkstellung).
- Finger entspannt und gestreckt, ohne zusätzliche Flexion.
Zentralstrahl / Projektion
- Dorsoventraler Strahlengang, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Os scaphoideum / Radiokarpalgelenk (Höhe Scaphoidfossa).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Karpalia vollständig sichtbar, insbesondere die proximale Reihe (Scaphoid, Lunatum, Triquetrum, Pisiforme).
- Distaler Radius und distale Ulna vollständig abgebildet.
- Basis der Metakarpalia I–V sichtbar.
- Scaphoid vollständig einsehbar, keine Anschnitte.
Belichtung / Schärfe
- Feine kortikale Konturen des Scaphoids scharf dargestellt.
- Trabekelstruktur differenzierbar (wichtig für unverschobene Frakturen).
- Gelenkspalten der Karpalia klar erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Os scaphoideum: proximale/distale Pole, Skaphoidwaschbrettstruktur, mögliche Frakturlinien.
- Radiokarpalgelenk und Gelenkfläche des distalen Radius.
- Lunatum, Triquetrum, Pisiforme – Orientierung in der proximalen Karpalreihe.
- Basis der Mittelhandknochen.
- Weichteile: Schwellung, mögliche indirekte Zeichen.
Häufige Fehler
- Hand nicht in Neutralstellung → Scaphoid verkürzt oder überlagert projiziert.
- Unterarm rotiert → asymmetrische Karpaldarstellung.
- Anschnitt des Scaphoids → diagnostisch unbrauchbar.
- Überlagerung durch Flexion der Finger oder des Daumens.
- Zu harte Belichtung → feine Frakturlinien nicht sichtbar.
Scaphoid 2 – Navicularequartett (Ulnarabduktion, gezielte Scaphoidaufnahme) – Indikation
- Verdacht auf Scaphoidfraktur nach FOOSH-Trauma.
- Bessere Freistellung des Scaphoids durch Ulnarabduktion zur Verlängerung der Scaphoidachse.
- Ergänzende Aufnahme nach Scaphoid 1 zur Beurteilung feiner Frakturlinien.
- Kontrolle bekannter Frakturen des Os scaphoideum (konservativ/operativ).
- Diagnostik bei anhaltenden radialseitigen Handgelenkschmerzen.
Scaphoid 2 – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand in dorsoventraler Lage wie bei Aufnahme 1.
- Handgelenk maximal in Ulnarabduktion, um das Scaphoid zu „strecken“.
- Unterarm in Neutralrotation, vollständig aufgelegt.
- Finger entspannt und gestreckt.
Zentralstrahl / Projektion
- Dorsoventraler Strahlengang, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Os scaphoideum.
- Je nach Institutsstandard leichte Schrägstellung möglich, jedoch ohne Winkelung.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette proximale Karpalreihe, Scaphoid ohne Anschnitt.
- Distaler Radius und distale Ulna vollständig.
- Basis der Metakarpalia I–V sichtbar.
- Scaphoid in seiner gesamten Längsachse projiziert (verlängert dargestellt).
Belichtung / Schärfe
- Feinstrukturen des Scaphoids klar erkennbar.
- Trabekelzeichnung durchgängig, geeignet für Diagnostik nichtdislozierter Frakturen.
- Gelenkspalten gut differenziert.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Os scaphoideum in gestreckter Projektion (Frakturlinien, Sklerose, Unterbrechungen).
- Proximale Karpalreihe: Lunatum, Triquetrum, Pisiforme.
- Distaler Radius mit radioulnarer Gelenkfläche.
- Basis der Metakarpalia.
- Weichteile radialseitig.
Häufige Fehler
- Keine ausreichende Ulnarabduktion → Scaphoid weiterhin verkürzt dargestellt.
- Unterarm in Rotationsfehlstellung → asymmetrische Darstellung der Karpalia.
- Anschnitt des Scaphoids oder der Karpalreihe.
- Überlagerung durch Daumen oder Flexionsstellung der Finger.
- Zu harte Belichtung → feine Frakturlinien nicht erkennbar.
Scaphoid 3 – Navicularequartett (Steil angulierte PA-Aufnahme) – Indikation
- Fortgeschrittene Scaphoiddiagnostik nach Trauma.
- Bessere Darstellung der distalen und proximalen Pole durch Angulation des Zentralstrahls.
- Nachweis feiner, nichtdislozierter Frakturlinien.
- Beurteilung der Skaphoidkortikalis und des Skaphoidbettes.
- Kontrolle bekannter Scaphoidfrakturen im Verlauf.
Scaphoid 3 – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand flach in dorsoventraler Grundposition auf dem Detektor.
- Unterarm in Neutralstellung, vollständig aufgelegt.
- Finger gestreckt, Handgelenk neutral (keine Abduktion).
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang dorsoventral wie bei Standard-PA.
- Angulation des Strahls um ca. 20–30° nach distal (kaudal), je nach Institutsstandard.
- Zentralstrahl auf das Os scaphoideum.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
- Ziel der Kippung: Scaphoidpole voneinander lösen und überlagerungsfrei abbilden.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette proximale Karpalreihe, Scaphoid ohne Anschnitt.
- Distaler Radius und Ulnakontur sichtbar.
- Basis der Mittelhandknochen erkennbar.
- Scaphoid länglich und klar konturiert, Polregionen differenzierbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen des Scaphoids deutlich sichtbar.
- Trabekelstruktur fein dargestellt.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Karpale Gelenkspalten differenzierbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Os scaphoideum: Darstellung der proximalen und distalen Pole ohne Überlagerung.
- Skaphoidbett und Skaphoidfossa.
- Lunatum, Triquetrum, Pisiforme – Orientierung in der proximalen Reihe.
- Distaler Radius mit Gelenkfläche.
- Weichteile radialseitig.
Häufige Fehler
- Fehlende oder falsche Angulation → Scaphoidpole überlagern sich weiterhin.
- Unterarm rotiert → asymmetrische Darstellung der Karpalia.
- Unvollständiger Bildausschnitt (besonders Scaphoidpole).
- Flexion der Finger → Überlagerungen der Karpalia.
- Über- oder Unterbelichtung → feine Frakturlinien nicht erkennbar.
Scaphoid 4 – Navicularequartett (Steil angulierte PA-Aufnahme + Ulnarabduktion) – Indikation
- Erweiterte Scaphoiddiagnostik nach Trauma (FOOSH).
- Kombination aus Ulnarabduktion und anguliertem Strahlengang für maximale Freistellung des Scaphoids.
- Darstellung feiner Frakturlinien, die in neutralen Projektionen nicht sichtbar sind.
- Verbesserte Darstellung der Polregionen und der Scaphoidachse.
- Verlaufskontrolle bekannter Scaphoidfrakturen.
Scaphoid 4 – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand in dorsoventraler Position wie bei Scaphoid 1.
- Handgelenk maximal in Ulnarabduktion (Scaphoid wird „gestreckt“).
- Unterarm vollständig aufgelegt und in Neutralrotation.
- Finger gestreckt und entspannt.
Zentralstrahl / Projektion
- Dorsoventraler Strahlengang.
- Angulation 20–30° nach distal (kaudal), kombiniert mit Ulnarabduktion.
- Zentralstrahl auf das Os scaphoideum.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
- Ziel: maximale Freistellung der Scaphoidpole und der gesamten Längsachse.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette proximale Karpalreihe.
- Scaphoid vollständig, ohne Anschnitt.
- Distaler Radius und Ulna sichtbar.
- Basis der Metakarpalia I–V im Bild.
- Scaphoid klar elongiert und bestmöglich frei projiziert.
Belichtung / Schärfe
- Feine kortikale Linien klar sichtbar.
- Trabekelstruktur des Scaphoids differenziert.
- Gelenkspalten ohne Überlagerung erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Gesamte Scaphoidachse, inklusive proximalem und distalem Pol.
- Scaphoidfossa und Skaphoidbett.
- Lunatum, Triquetrum und Pisiforme.
- Distaler Radius und distale Ulna.
- Weichteile radialseitig.
Häufige Fehler
- Ulnarabduktion nicht ausreichend ausgeführt → Scaphoid weiterhin verkürzt.
- Falsche Angulation (zu hoch/zu niedrig) → Pole überlagern sich.
- Unterarm rotiert → asymmetrische Darstellung der Karpalia.
- Anschnitt der proximalen Karpalreihe oder des Scaphoids.
- Ionisierungsfehler → feine Frakturlinien nicht sichtbar.
Daumen d.v. (dorsoventral) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Phalangen oder des Metakarpale I.
- Beurteilung des Carpometacarpalgelenks (CMC I) und des Metakarpophalangealgelenks (MCP I).
- Abklärung degenerativer oder entzündlicher Veränderungen (z. B. Rhizarthrose).
- Darstellung von Fremdkörpern, Weichteilverletzungen oder Luxationen.
- Verlaufskontrolle nach operativer oder konservativer Therapie.
Daumen d.v. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand wird so gedreht, dass der Daumen flach in d.v.-Projektion auf dem Detektor liegt.
- Unterarm in Neutralstellung, restliche Finger können zur Faust geschlossen werden, um den Daumen flach abzulegen.
- Daumen gestreckt, keine Rotation.
- MCP- und IP-Gelenk nicht flektieren.
Zentralstrahl / Projektion
- Dorsoventraler Strahlengang, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Grundgelenk (MCP I) oder leicht distal je nach Fragestellung.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Daumen vom distalen Phalanxende bis zur Basis des Metakarpale I.
- CMC-I-Gelenk vollständig abgebildet.
- Weichteile des Daumens und radiale Handkante einsehbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen der Phalangen und des Metakarpale I scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur sichtbar.
- Gelenkspalten klar abgrenzbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalanx distalis und proximalis des Daumens.
- Metakarpale I.
- MCP-I- und IP-Gelenk.
- CMC-I-Gelenk (Rhizarthrosezeichen).
- Weichteile (Schwellung, Defekte, Fremdkörper).
Häufige Fehler
- Daumen nicht flach aufliegend → Gelenke verkippt oder überlagert.
- Hand nicht korrekt gedreht → Daumen zeigt Schrägprojektion statt d.v.
- Anschnitt der Daumenspitze oder des Metakarpale I.
- Überlagerung durch andere Finger, wenn diese nicht korrekt zur Faust geschlossen sind.
- Bewegungsunschärfe bei schmerzhaften Verletzungen.
Daumen lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Phalangen oder des Metakarpale I.
- Beurteilung der dorsopalmaren Dislokation oder Achsabweichung.
- Diagnostik von Luxationen (MCP, IP) und Bandverletzungen.
- Abklärung degenerativer Veränderungen (z. B. Rhizarthrose).
- Verlaufskontrollen nach operativer oder konservativer Versorgung.
Daumen lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand wird so positioniert, dass der Daumen in echter Lateralposition auf dem Detektor zu liegen kommt.
- Übrige Finger werden zur Faust geschlossen oder nach palmar weggeklappt, um Überlagerungen zu vermeiden.
- Daumen vollständig gestreckt, keine Flexion im MCP oder IP.
- Unterarm in Neutralstellung, Handkante ulnarseitig aufliegend.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Grundgelenk (MCP I) oder leicht distal, je nach Fragestellung.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Daumen: distale Phalanx, proximale Phalanx, Metakarpale I.
- CMC-I-, MCP-I- und IP-Gelenk vollständig einsehbar.
- Anteile der radialen Handkante zur Orientierung im Bild.
- Weichteile dorsal und palmar sichtbar.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe kortikale Konturen der Daumenknochen.
- Trabekelstruktur differenziert, wichtig für nichtdislozierte Frakturen.
- Gelenkspalten klar abgegrenzt.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalanx distalis und proximalis.
- Metakarpale I.
- IP-, MCP-I- und CMC-I-Gelenk.
- Beurteilung von Dislokationen, Frakturen, Stufenbildungen.
- Weichteile: Hämatome, Schwellungen, Fremdkörper.
Häufige Fehler
- Keine echte Lateralposition: Doppelkonturen der Phalangen.
- Überlagerung durch andere Finger, wenn diese nicht korrekt weggeklappt sind.
- Anschnitt der Daumenspitze oder des Metakarpale I.
- Verkippung des Daumens durch gebeugte Handhaltung.
- Belichtungsfehler → feine Frakturen nicht erkennbar.
Daumen v.d. (ventrodorsal) – Indikation
- Alternativprojektion bei Unmöglichkeit der d.v.- oder lateral-Aufnahme (Schmerz, Gips, Fehlstellung).
- Beurteilung der Phalangen und des Metakarpale I aus entgegengesetzter Strahlrichtung.
- Nachweis oder Ausschluss von Frakturen und Luxationen.
- Diagnostik degenerativer Veränderungen, insbesondere im MCP- und IP-Gelenk.
- Verlaufskontrolle postoperativer Zustände.
Daumen v.d. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand wird so gedreht, dass die Daumenkuppe direkt auf dem Detektor aufliegt.
- Daumen gestreckt, keine Flexion im MCP oder IP.
- Übrige Finger zur Faust schließen oder nach dorsal abspreizen, damit sie nicht überlagern.
- Unterarm in Neutralstellung, ulnare Handkante zeigt nach oben.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang ventrodorsal (von palmar nach dorsal).
- Zentralstrahl auf das MCP-I-Gelenk oder etwas distal, je nach Fragestellung.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Daumen vollständig vom distalen Phalanxende bis zur Basis des Metakarpale I.
- MCP-I-, IP- und CMC-I-Gelenk müssen vollständig einsehbar sein.
- Radiale Handkante teilweise zur Orientierung sichtbar.
- Weichteile dorsal und palmar erkennbar.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen der Phalangen und des Metakarpale I scharf dargestellt.
- Gelenkspalten klar abgegrenzt.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalanx distalis und proximalis des Daumens.
- Metakarpale I in Längsachse.
- IP-, MCP-I- und CMC-I-Gelenk.
- Weichteile dorsal und palmar.
- Nachweis von Dislokationen, Frakturlinien, Stufenbildungen.
Häufige Fehler
- Keine true ventrodorsale Position: Daumen rotiert, Gelenkflächen verzerrt.
- Überlagerung durch andere Finger, wenn diese nicht korrekt weggeklappt sind.
- Anschnitt der Daumenspitze oder der Metakarpale-I-Basis.
- Daumen flektiert → ungenaue Darstellung der Gelenkflächen.
- Belichtungsfehler erschweren Erkennung feiner Frakturen.
Finger II lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Phalangen (Basis, Schaft, distale Anteile).
- Beurteilung von Dislokationen, Achsabweichungen oder Luxationen.
- Abklärung von degenerativen oder entzündlichen Veränderungen der Interphalangealgelenke.
- Nachweis von Weichteilverletzungen (Nagelbett, Fremdkörper, Hämatome).
- Verlaufskontrolle nach operativer oder konservativer Versorgung.
Finger II lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand in Lateralposition, aber Zeigefinger einzeln frei lateralisiert.
- Übrige Finger entweder:
- zur Faust geschlossen, oder
- nach dorsal/palmar weggeklappt
um Überlagerungen zu vermeiden.
- Zeigefinger vollständig gestreckt.
- Unterarm in Neutralstellung, Handkante ulnarseitig auf dem Detektor.
- True lateral: Gelenkspalten ohne Doppelkonturen.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das proximale Interphalangealgelenk (PIP) oder je nach Fragestellung auf die betroffene Region.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Finger II vom distalen Nagelende bis zur Basis des Metakarpale II.
- DIP-, PIP- und MCP-II-Gelenk vollständig sichtbar.
- Anteile der Mittelhand zur Orientierung enthalten.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen der Phalangen scharf dargestellt.
- Trabekelstruktur gut differenziert.
- Gelenkspalten ohne Überlagerungen sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalanx distalis, media und proximalis.
- DIP-, PIP- und MCP-II-Gelenk.
- Achsabweichungen, Dislokationen, Stufen.
- Feine Frakturlinien (z. B. tuft, Basis-, Schaft-, Gelenkfrakturen).
- Weichteile inklusive Nagelbett und subkutaner Strukturen.
Häufige Fehler
- Keine true lateral Position: Doppelkonturen der Phalangen.
- Andere Finger überlagern den Zeigefinger.
- Anschnitt der Fingerkuppe oder der MCP-II-Basis.
- Gebeugter Finger → unklare Gelenkdarstellung.
- Bewegungsunschärfe bei schmerzhaftem Trauma.
Finger II d.p. (dorsopalmar) – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Phalangen.
- Beurteilung der Gelenkflächen von DIP-, PIP- und MCP-II-Gelenk.
- Abklärung von Achsabweichungen, Rotationsfehlern und Dislokationen.
- Diagnostik degenerativer oder entzündlicher Erkrankungen.
- Verlaufskontrollen nach operativer oder konservativer Therapie.
Finger II d.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Handfläche liegt flach auf dem Detektor.
- Zeigefinger wird gerade nach vorne gestreckt, ohne Rotation.
- Übrige Finger leicht abgespreizt oder gebeugt, damit sie den Finger II nicht überlagern.
- Unterarm in Neutralstellung, Handplanum planparallel zum Detektor.
Zentralstrahl / Projektion
- Dorsopalmarer Strahlengang, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das proximale Interphalangealgelenk (PIP).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Finger II vom distalen Nagelende bis zur Basis des Metakarpale II.
- DIP-, PIP- und MCP-II-Gelenk vollständig sichtbar.
- Ein Teil der Mittelhandknochen zur Orientierung im Bild.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen der Phalangen klar abgrenzbar.
- Trabekelstruktur differenziert, geeignet zum Nachweis kleiner Frakturen.
- Gelenkspalten gut dargestellt.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalanx distalis, media und proximalis.
- DIP-, PIP- und MCP-II-Gelenk.
- Achsabweichungen, Stufenbildung, Dislokation.
- Fissuren, Quer- und Längsfrakturen, intraartikuläre Frakturen.
- Weichteile, Nagelbettregion, Schwellungen.
Häufige Fehler
- Rotation des Fingers → asymmetrische Darstellung der Phalangen.
- Überlagerung durch angrenzende Finger.
- Anschnitt der Fingerkuppe oder der MCP-Basis.
- Flexion des Fingers → unklare Gelenkflächen.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner Frakturlinien.
Finger IV lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen der Phalangen des Ringfingers.
- Beurteilung der dorsopalmaren Dislokation und Achsabweichung.
- Diagnostik von Luxationen der DIP-, PIP- oder MCP-IV-Gelenke.
- Nachweis degenerativer oder entzündlicher Gelenkveränderungen.
- Verlaufskontrolle nach operativer oder konservativer Versorgung.
Finger IV lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt seitlich am Tisch.
- Hand in Lateralposition mit ulnarer Handkante auf dem Detektor.
- Finger IV wird einzeln und frei in echter Lateralposition gelagert.
- Andere Finger werden nach dorsal oder palmar weggeklappt oder zur Faust geschlossen, damit sie Finger IV nicht überlagern.
- Ringfinger vollständig gestreckt; keine Flexion im DIP-, PIP- oder MCP-Gelenk.
- Unterarm in Neutralstellung, Hand und Finger planparallel zur Detektorebene.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das PIP-Gelenk oder je nach Fragestellung auf die betroffene Region.
- Fokus-Film-Distanz ca. 100 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter Finger IV vom distalen Nagelende bis zur Basis des Metakarpale IV.
- DIP-, PIP- und MCP-Gelenk vollständig sichtbar.
- Abschnitt der Mittelhand zur Orientierung im Bild enthalten.
- Weichteile beidseits einsehbar.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe Darstellung der kortikalen Konturen der Phalangen.
- Klar erkennbare Trabekelstruktur.
- Keine Doppelkonturen → echte Lateralposition.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Phalanx distalis, media und proximalis.
- DIP-, PIP- und MCP-IV-Gelenk.
- Beurteilung von Frakturlinien, Stufenbildungen, Dislokationen.
- Achsverhältnisse und mögliche Rotationsfehler.
- Weichteile inkl. Nagelbett, Hämatome, Fremdkörper.
Häufige Fehler
- Keine true lateral Position: Doppelkonturen der Phalangen.
- Überlagerung durch benachbarte Finger, wenn diese nicht korrekt weggeklappt sind.
- Anschnitt der Fingerkuppe oder der Metakarpale-IV-Basis.
- Gebeugter Finger → unklare Gelenkdarstellung.
- Belichtungsfehler → feine Frakturen nicht erkennbar.
Untere Extremitäten
Hüfte & Oberschenkel
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Hüfte a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Frakturen (Schenkelhals-, pertrochantäre, subtrochantäre Frakturen).
- Abklärung von Hüftschmerzen unterschiedlicher Ursache.
- Diagnostik degenerativer Veränderungen (Coxarthrose).
- Beurteilung des Hüftkopfes, Acetabulums und proximalen Femurs.
- Kontrolle nach endoprothetischer Versorgung (Hüft-TEP).
Hüfte a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient liegt in Rückenlage auf dem Tisch.
- Beide Beine gestreckt, Füsse ca. 15–20° innenrotiert, sofern schmerzbedingt möglich.
- Becken gerade ausgerichtet (Spinae iliacae anterior superiores auf gleicher Höhe).
- Keine Beckenrotation (Beurteilung z. B. anhand der Foramina obturatoria).
Zentralstrahl / Projektion
- a.p.-Projektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Hüftgelenk (1–2 cm unterhalb der Verbindungslinie der Spinae iliacae anterior superiores).
- Fokus-Film-Distanz: 115–120 cm (institutsabhängig).
Bildausschnitt (Field of View)
- Hüftkopf und Acetabulum vollständig dargestellt.
- Proximaler Femur inkl. Trochanter major/minor sichtbar.
- Ein Teil des Beckens (SI-Gelenke, obere Acetabulumzone) einbezogen.
- Foramen obturatorium und Beckenschaufeln zur Symmetriebeurteilung im Bild.
Belichtung / Schärfe
- Kortikalis und Trabekelstruktur des Femurkopfes und -halses klar erkennbar.
- Acetabulumkonturen scharf abgegrenzt.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile einschliesslich dorsaler Konturen sichtbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Femurkopf, Femurhals und Trochanteren.
- Acetabulum: Dach, vordere und hintere Pfeiler.
- Gelenkspaltbreite und Kongruenz.
- Beurteilung auf Frakturen, Achsabweichungen, Arthrosezeichen.
- Beurteilung von Implantaten (Prothesenschäfte, Pfannenposition).
Häufige Fehler
- Keine Innenrotation der Beine → Femurhals erscheint verkürzt und Trochanter minor zu prominent.
- Beckenrotation → asymmetrische Darstellung der Foramina obturatoria.
- Anschnitt des proximalen Femurs oder des Acetabulums.
- Überbelichtung → Verlust trabekulärer Feinstrukturen.
- Patientenbewegung → Unschärfen.
Hüfte nach Lauenstein (Froschbeinaufnahme / axial-lateral) – Indikation
- Ergänzende Diagnostik bei Verdacht auf Femurhalsfrakturen oder Schenkelhalsdeformitäten.
- Beurteilung des proximalen Femurs in axialer Projektion.
- Diagnostik bei Hüftschmerzen, Impingement-Syndrom, Epiphysiolyse (SCFE).
- Darstellung von Gelenkform, Schenkelhalsachsen und femoroazetabulären Kontakten.
- Verlaufskontrollen nach operativen Eingriffen am proximalen Femur.
Hüfte nach Lauenstein – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient liegt in Rückenlage.
- Zu untersuchendes Bein wird etwa 45° abduziert und ca. 30–45° außenrotiert (Froschbeinposition).
- Gegenbein angewinkelt oder gestreckt, abhängig vom Platz und Patientenkomfort.
- Becken bleibt möglichst gerade – keine Mitrotation.
- Femurachse soll frei projizierbar sein.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang a.p.-ähnlich (ventrodorsal).
- Zentralstrahl auf das Hüftgelenk gerichtet.
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm (institutsabhängig).
- Leichte Kippung des Strahls kann vorkommen, jedoch nicht Standard.
Bildausschnitt (Field of View)
- Kompletter proximale Femur: Femurkopf, -hals, Trochanter major und minor.
- Gelenkpfanne (Acetabulum) teilweise oder vollständig sichtbar.
- Unterer Anteil des Beckens zur Orientierung.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen des Femurkopfes und -halses scharf erkennbar.
- Trabekuläre Feinstruktur gut dargestellt (Hinweise auf Frakturen oder Osteonekrosen).
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile des proximalen Oberschenkels und der Hüftregion erkennbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Femurkopf (Form, Stellung, Subchondrale Zone).
- Femurhals (Frakturlinien, Achsdeviationen, Cam-Deformität).
- Trochanter major/minor.
- Acetabulum in Relation zum Femurkopf.
- Beurteilung femoroazetabulärer Impingement-Muster.
- Epiphysenfuge bei Jugendlichen (SCFE – Abrutsch beurteilen).
Häufige Fehler
- Unzureichende Abduktion/ Außenrotation → Femurhals nicht frei projiziert.
- Beckenrotation → veränderte Darstellung der Gelenkrelationen.
- Zu kleiner Bildausschnitt → Trochanter minor oder Acetabulum fehlen.
- Bewegungsunschärfe, besonders bei schmerzhaften Hüften.
- Falsche Belichtung → Verlust feiner kortikaler Details.
Femur a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Femurschaft-, subtrochantäre oder suprakondyläre Frakturen.
- Abklärung von Schmerzen, Deformitäten oder Schwellungen am Oberschenkel.
- Beurteilung von Achsabweichungen und knöchernen Pathologien.
- Tumor-, Infektions- oder Osteomyelitisdiagnostik.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthesen (Platten, Nägel, Schrauben) oder konservativer Therapie.
Femur a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Rückenlage.
- Bein gestreckt, Fuss leicht innenrotiert (ca. 10–15°), sofern schmerzbedingt möglich, um den Femurhals korrekt darzustellen.
- Becken gerade, keine Rotation.
- Bei langen Beinen: Aufnahme in zwei Segmenten (proximal + distal) mit Überlappung.
Zentralstrahl / Projektion
- a.p.-Projektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Mitte des Femurschafts (bei Zwei-Aufnahmen-Technik jeweils auf den entsprechenden Abschnitt).
- Fokus-Film-Distanz: 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Gesamter Femur muss abgebildet sein – von Hüftkopf/Femurhals bis einschliesslich Kniegelenk.
- Bei segmentierten Aufnahmen: deutliche Überlappung zwischen den Bildern.
- Acetabulum und Trochanteren im proximalen Anteil sichtbar.
- Distaler Femur inklusive Kondylen vollständig im Bild.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen des Femurschafts scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Gelenkflächen an Hüfte und Knie klar abgrenzbar.
- Keine Bewegungsunschärfen.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Femurkopf, Femurhals und Trochanteren (proximal).
- Gesamter Femurschaft (Frakturen, Achsabweichungen, Osteolysen).
- Distale Femurkondylen und Gelenkflächen des Kniegelenks.
- Weichteile entlang des Oberschenkels.
- Implantate (Platten, Schrauben, Marknägel) vollständig beurteilbar.
Häufige Fehler
- Kein vollständiger Bildausschnitt – Knie oder Hüfte fehlen → Aufnahme diagnostisch unzureichend.
- Femur nicht innenrotiert → proximale anatomische Orientierung (Trochanter minor) nicht korrekt dargestellt.
- Beckenrotation → asymmetrische Darstellung des Femurhalses.
- Bewegungsunschärfe bei langen Belichtungszeiten.
- Unzureichende Überlappung bei Zwei-Aufnahmen-Technik.
Femur lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Femurschaft-, subtrochantären oder suprakondylären Frakturen.
- Beurteilung der dorsoventralen Dislokation und Achsabweichungen.
- Diagnostik bei Tumoren, Infektionen oder Osteolysen des Femurs.
- Verlaufskontrollen nach operativer Versorgung (Marknagel, Platte, Schrauben).
- Ergänzung zur a.p.-Aufnahme für vollständige Frakturklassifikation.
Femur lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Seitenlage oder Rückenlage mit z. B. angewinkeltem kontralateralem Bein.
- Der zu untersuchende Femur wird seitlich auf den Detektor gebracht.
- True lateral: beide Kondylen müssen übereinander projiziert sein (für den distalen Femur).
- Bei proximaler Lateraldarstellung: Hüfte leicht angewinkelt, Bein über den Tischrand geführt oder auf Lagerungshilfe.
- Bei langen Femora: ggf. zwei Aufnahmen (proximal + distal) mit deutlicher Überlappung.
Zentralstrahl / Projektion
- Strahlengang lateral, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Mitte des Femurs oder den jeweiligen Abschnitt (proximal/distal).
- Fokus-Film-Distanz: 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Gesamter Femur muss seitlich dargestellt sein – vom Femurkopf/Femurhals bis zu den distalen Kondylen.
- Bei Zwei-Aufnahmen-Technik: ausreichende Überlappung zwischen proximalem und distalem Abschnitt.
- Proximal: Femurkopf, -hals und Trochanteren vollständig sichtbar.
- Distal: Kondylen übereinander projiziert (echte Laterale).
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen des Femurs klar erkennbar.
- Trabekelstruktur differenzierbar.
- Keine Bewegungsunschärfen trotz oft schwieriger Lagerung.
- Gelenkflächen am Knie dorsal-ventral gut abgebildet.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Femurkopf/-hals (proximal).
- Femurschaft – Frakturen, Achsabweichungen, Osteolysen.
- Distale Kondylen und Gelenkflächen (Alignment).
- Weichteile (Hämatome, Schwellungen).
- Implantate, z. B. Marknagel oder Plattenosteosynthese.
Häufige Fehler
- Kondylen nicht übereinander → keine echte Lateralprojektion.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Hüfte oder Knie fehlen).
- Rotation oder Abkippen des Femurs → verzerrte Darstellung.
- Schwierige Lagerung → Bewegungsunschärfen.
- Belichtung zu hart/weich → Verlust wichtiger Details.
Knie & Unterschenkel
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Knie a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik (Frakturen der Kondylen, Tibiaplateau, Fibulaköpfchen, Patella).
- Beurteilung von Schmerzen, Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen.
- Diagnostik degenerativer Veränderungen (Gonarthrose).
- Beurteilung von Achsabweichungen (Varus/Valgus).
- Verlaufskontrolle nach Operationen (Plattenosteosynthesen, Knie-TEP).
Knie a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Rückenlage oder stehend (belastete Aufnahme).
- Bein gestreckt; Patella zeigt nach vorne (Neutralrotation).
- Becken gerade; keine Innen- oder Aussenrotation der Extremität.
- Bei stehender Aufnahme: gleichmässige Belastung beider Beine.
Zentralstrahl / Projektion
- a.p.-Projektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Gelenkmitte zwischen Patellaunterrand und Interkondylarregion.
- Bei liegender Aufnahme ggf. leichte kaudale Kippung (ca. 5°) zur Gelenkspaltangleichung.
- Fokus-Film-Distanz: 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplettes Kniegelenk: distaler Femur, proximale Tibia, Fibulaköpfchen.
- Gelenkspalt vollständig und klar sichtbar.
- Patella vollständig im Bild (ohne tangentiale Projektion).
- Anteile des Unterschenkels und Oberschenkels zur Orientierung.
Belichtung / Schärfe
- Kortikalis von Femur, Tibia und Fibula scharf abgegrenzt.
- Trabekelstruktur erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Symmetrischer Gelenkspalt ohne durch Rotation verursachte Verzerrung.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Femurkondylen, Tibiaplateau und proximale Tibia/Fibula.
- Gelenkspaltbreite (Arthrosegrad).
- Patellastellung in der Frontalebene.
- Frakturlinien, Stufen, osteolytische oder sklerotische Veränderungen.
- Implantate (Platten, Schrauben, Prothesenteile).
Häufige Fehler
- Rotation des Beins → asymmetrisches Fibulaköpfchen, verzerrte Kondylen.
- Gelenkspalt schlecht einsehbar durch falschen Strahlwinkel.
- Anschnitt der Kondylen oder der Patella.
- Überbelichtung → Verlust feinster Trabekelstrukturen.
- Bewegungsunschärfe bei schmerzhaften Kniegelenken.
Knie lateral – Indikation
- Traumadiagnostik (Femurkondylen-, Tibiakopf-, Patellafrakturen).
- Beurteilung dorsoventraler Dislokationen und Stufenbildungen.
- Nachweis eines Gelenkergusses (Fettpolsterzeichen).
- Beurteilung des Retropatellarraums.
- Verlaufskontrollen nach Operationen oder konservativer Behandlung.
Knie lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Seitenlage oder teilweise belastet im Stehen.
- Zu untersuchendes Bein leicht gebeugt (ca. 20–30° Flexion).
- True lateral: Femurkondylen müssen exakt übereinander projiziert sein.
- Becken stabilisieren, Rotationen vermeiden.
- Unteres Bein kann zur Stabilisierung leicht angewinkelt werden.
Zentralstrahl / Projektion
- Lateralprojektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf das Kniegelenk, Höhe Patellaunterrand / Interkondylarregion.
- Je nach Konstitution 5–7° kraniokaudale Kippung zur Gelenkspaltangleichung.
- Fokus-Film-Distanz: 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplettes Kniegelenk: distaler Femur, proximale Tibia, proximale Fibula.
- Patella und Retropatellarraum vollständig dargestellt.
- Weichteile ventral und dorsal sichtbar.
- Abschnitte von Oberschenkel und Unterschenkel als Orientierung.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe Kortikalis von Femur, Tibia, Fibula und Patella.
- Trabekelstruktur differenziert darstellbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Gelenkspalt homogen sichtbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Dorsoventrale Stellung der Femurkondylen (Stufenbildung, Dislokation).
- Tibiaplateau und proximale Fibula.
- Patella sowie Retropatellarraum (Alignment, Frakturen).
- Gelenkergusszeichen (vorderes/hinteres Fettpolster).
- Osteosynthesen oder Prothesenkomponenten.
Häufige Fehler
- Kondylen nicht übereinander projiziert → keine echte Lateraldarstellung.
- Zu starke Flexion → Überlagerung der Patella auf die Trochlea.
- Gelenkspalt schlecht einsehbar durch falsche Strahlkippung.
- Rotation des Beins → asymmetrische Darstellung.
- Anschnitt der Patella oder der Tibiakopfregion.
Knie – Tunnelaufnahme (Interkondyläraufnahme) – Indikation
- Beurteilung des Interkondylärraums (Eminentia intercondylaris, Fossa intercondylaris).
- Diagnostik bei Verdacht auf osteochondrale Läsionen (z. B. Osteochondrosis dissecans).
- Nachweis von Frakturen im Interkondylärbereich (Eminentia-Frakturen).
- Beurteilung der tibiofemoralen Gelenkflächen unter axialem Strahlengang.
- Darstellung der Insertionen der Kreuzbänder.
Knie – Tunnelaufnahme – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient stehend, sitzend oder in Rückenlage.
- Knie wird ca. 40–60° flektiert (je nach Methode, häufig 45°).
- Unterstützung unter dem Unterschenkel zur stabilen Flexion.
- Keine Rotation: Patella zeigt gerade nach vorne.
- Fuss und Unterschenkel in Neutralstellung.
Zentralstrahl / Projektion
- a.p.-ähnlicher Strahlengang mit kaudokranialer Kippung.
- Kippung ca. 10–15° (institutsabhängig) zur Freistellung der Interkondylärregion.
- Zentralstrahl auf die Interkondylarregion zwischen den Kondylen.
- Fokus-Film-Distanz: 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Interkondylärraum vollständig sichtbar.
- Eminentia intercondylaris (beide Spinae) klar abgebildet.
- Distale Femurkondylen und proximales Tibiaplateau vollständig im Bild.
- Patella zentriert ohne störende Überlagerung.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen der Kondylen und der Eminentia scharf dargestellt.
- Trabekelstruktur differenzierbar, besonders für OCD-Läsionen.
- Keine Bewegungsunschärfe.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Interkondylärraum (Fossa intercondylaris).
- Eminentia intercondylaris (vorderer/hinterer Tibiagelenkssporn).
- Femurkondylen und Tibiaplateau.
- Osteochondrale Defekte (z. B. OCD medialer Femurkondylus).
- Frakturlinien, Stufen, erosive Veränderungen.
- Posteriores Tibiaplateau und Kreuzbandinsertionen.
Häufige Fehler
- Falscher Strahlwinkel → Interkondylärraum nicht freigestellt.
- Zu geringe oder zu starke Flexion → Gelenkflächen verzerrt.
- Beinrotation → asymmetrische Darstellung der Kondylen.
- Patella nicht zentriert → Überlagerung des Interkondylärraums.
- Anschnitt der Kondylen oder des Tibiaplateaus.
Patella axial 1 (ca. 30° Flexion / geringe Beugung) – Indikation
- Diagnostik bei vorderem Knieschmerz (retropatellare Beschwerden).
- Verdacht auf Chondromalazie, Patelladysplasie oder Maltracking.
- Frakturverdacht der Patella.
- Beurteilung des Femoropatellargelenkes in flacher axialer Projektion.
- Verlaufskontrolle nach Patellaluxation oder Operation.
Patella axial 1 – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt oder liegt in Rückenlage.
- Knie wird ca. 20–30° flektiert (geringe Beugestellung).
- Unterstützung unter dem Unterschenkel zur stabilen Flexion.
- Patella zeigt gerade nach oben – keine Rotation.
- Bein in Neutralrotation, Ferse mittig ausgerichtet.
Zentralstrahl / Projektion
- Axialer Strahlengang mit flachem Einstellwinkel.
- Zentralstrahl von distal nach proximal auf die Mitte der Patella.
- Einstellwinkel typischerweise ca. 15–20° (abhängig von Flexionswinkel und Institutsstandard).
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Patella in axialer Projektion.
- Trochlearrinne (sulcus intercondylaris) vollständig einsehbar.
- Retropatellarer Gelenkspalt gut visualisiert.
- Mediale und laterale Facette der Patella klar abgebildet.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Konturen von Patella und Trochlea scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur differenziert.
- Gelenkspalt homogen und ohne Artefakte sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe (stabile Beinlagerung, kurze Belichtungszeit).
Beurteilbare Leitstrukturen
- Patellaform, -stellung und -höhe.
- Retropatellarer Knorpelraum (Hinweise auf Chondropathie).
- Trochlea: Tiefe, Symmetrie, Dysplasiezeichen.
- Patellatilt und laterale oder mediale Fehlführung (Maltracking).
- Frakturlinien oder Stufenbildungen der Patella.
Häufige Fehler
- Zu geringe oder zu starke Flexion → retropatellarer Gelenkspalt schlecht beurteilbar.
- Falscher Anstellwinkel des Zentralstrahls → asymmetrische Darstellung der Patellafacetten.
- Rotation des Beines → Patella nicht mittig über der Trochlea.
- Anschnitt der Patellakuppe oder der Trochlea.
- Bewegungsunschärfe bei instabiler Beinlagerung.
Patella axial 2 (ca. 60° Flexion / mittlere Beugung) – Indikation
- Weiterführende Diagnostik des Femoropatellargelenks nach flacherer axialer Aufnahme (Patella axial 1).
- Abklärung von retropatellaren Schmerzen (Chondromalazie, Arthrose, Maltracking).
- Beurteilung von Patelladysplasien und Patellatilt.
- Nachweis kleiner osteochondraler Läsionen der Patella oder Trochlea.
- Verlaufskontrolle nach Patellaluxation oder Operation.
Patella axial 2 – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzt oder liegt in Rückenlage.
- Knie wird ca. 50–60° gebeugt (mittlere Flexionsstellung).
- Unterschenkel ruht auf einer Lagerungshilfe, um die Flexion stabil zu halten.
- Bein in Neutralrotation, Patella zeigt gerade nach oben.
- Becken und Beinachse ohne Rotation.
Zentralstrahl / Projektion
- Axiale Projektion mit steilerem Einstellwinkel als bei Patella axial 1.
- Zentralstrahl von distal nach proximal auf die Mitte der Patella gerichtet.
- Einstellwinkel ca. 30–35° (institutsabhängig, angepasst an Flexionswinkel).
- Fokus-Film-Distanz 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Komplette Patella in axialer Projektion.
- Trochlearrinne (sulcus intercondylaris) vollständig dargestellt.
- Retropatellarer Gelenkspalt klar einsehbar.
- Mediale und laterale Patellafacette gut differenzierbar.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe Darstellung der kortikalen Konturen von Patella und Trochlea.
- Trabekelstruktur differenziert erkennbar.
- Gelenkspalt homogen ohne störende Artefakte.
- Keine Bewegungsunschärfe trotz stärkerer Flexion.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Patellaform, -stellung und -höhe.
- Retropatellarer Knorpelraum (Chondropathie, Arthrose).
- Trochlea femoris: Tiefe, Symmetrie, Dysplasiezeichen.
- Patellatilt, laterale oder mediale Fehlführung (Maltracking).
- Feine Fraktur- oder Fissurlinien der Patella und der Trochlea.
Häufige Fehler
- Falscher Flexionswinkel → retropatellarer Gelenkspalt schlecht beurteilbar.
- Fehlwinkelung des Zentralstrahls → asymmetrische Darstellung der Patellafacetten.
- Rotation des Beins → Patella nicht zentriert über der Trochlea.
- Anschnitt der Patella oder der Trochlea.
- Bewegungsunschärfe bei schmerzhafter Flexionsstellung.
Unterschenkel a.p. – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Tibia- oder Fibulaschaftfrakturen.
- Beurteilung von Achsabweichungen oder Deformitäten.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Hämatomen.
- Diagnostik bei Osteomyelitis, Tumoren oder metaphysären Läsionen.
- Verlaufskontrolle nach Osteosynthesen (Platten, Schrauben, Marknägel).
Unterschenkel a.p. – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient in Rückenlage oder sitzend am Tisch.
- Bein vollständig gestreckt.
- Fuss zeigt gerade nach oben (Neutralrotation), damit Tibia und Fibula korrekt projiziert werden.
- Becken und Hüfte stabilisieren, um Rotationsfehler zu vermeiden.
- Bei langen Beinen: ggf. zwei Aufnahmen (proximal/distal) mit deutlicher Überlappung.
Zentralstrahl / Projektion
- a.p.-Projektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig auf den Unterschenkel (Tibia/Fibula).
- Fokus-Film-Distanz ca. 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Tibia und Fibula vollständig von proximal (Kniegelenk) bis distal (Sprunggelenk).
- Kniegelenk und oberes Sprunggelenk müssen vollständig im Bild sein.
- Bei Zwei-Aufnahmen-Technik: ausreichende Überlappung im mittleren Drittel.
Belichtung / Schärfe
- Kortikale Begrenzungen von Tibia und Fibula scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur differenziert sichtbar.
- Weichteile beidseits des Unterschenkels gut abgrenzbar.
- Keine Bewegungsunschärfe trotz grosser Ausdehnung.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Gesamter Tibia- und Fibulaschaft.
- Proximale Anteile mit Kniegelenkspalt.
- Distale Anteile mit oberem Sprunggelenk (OSG).
- Frakturlinien, Stufen, Achsabweichungen.
- Osteolysen, Sklerosen, periostale Reaktionen.
- Implantate (Marknägel, Platten, Schrauben) im gesamten Verlauf beurteilbar.
Häufige Fehler
- Unvollständiger Bildausschnitt – Knie oder OSG fehlen.
- Rotation des Unterschenkels → asymmetrische Tibia-/Fibulakonturen.
- Keine oder unzureichende Überlappung bei Zwei-Aufnahmen-Technik.
- Verkippung des Beins → Gelenkspalt im Knie oder OSG verzerrt.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Strukturen.
- Traumadiagnostik bei Tibia- und Fibulaschaftfrakturen.
- Beurteilung dorsoventraler Dislokationen und Achsabweichungen.
- Abklärung von Schmerzen, Hämatomen oder Weichteilveränderungen am Unterschenkel.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthesen (Marknagel, Platten, Schrauben).
- Ergänzung zur a.p.-Aufnahme für eine vollständige Frakturklassifikation.
Unterschenkel lateral – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient in Seitenlage auf der Untersuchungsliege oder seitlich sitzend am Tisch.
- Zu untersuchendes Bein seitlich auf dem Detektor lagern.
- True lateral: Tibia- und Fibulakonturen sollen möglichst deckungsgleich bzw. knapp nebeneinander projiziert sein.
- Knie leicht beugen, Sprunggelenk in Neutralstellung (rechte Winkelstellung im OSG).
- Becken stabilisieren, Rotationen vermeiden.
- Bei langen Unterschenkeln: ggf. zwei Aufnahmen (proximal/distal) mit deutlicher Überlappung.
- Lateralprojektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl mittig auf den Unterschenkel (Tibia/Fibula).
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Tibia und Fibula vollständig vom Kniegelenk bis zum Sprunggelenk dargestellt.
- Kniegelenk und oberes Sprunggelenk (OSG) vollständig im Bild.
- Bei Zwei-Aufnahmen-Technik: ausreichend grosse Überlappung im mittleren Drittel.
- Scharfe Darstellung der kortikalen Begrenzungen von Tibia und Fibula.
- Trabekelstruktur differenziert sichtbar.
- Weichteile ventral und dorsal gut beurteilbar.
- Keine Bewegungsunschärfe trotz oft schwieriger Lagerung.
- Gesamter Tibia- und Fibulaschaft (Frakturen, Stufen, Achsabweichungen).
- Proximale Anteile mit lateraler Darstellung des Kniegelenks.
- Distale Anteile mit lateraler Darstellung des oberen Sprunggelenks.
- Osteolysen, Sklerosen, periostale Reaktionen.
- Implantate (Marknägel, Platten, Schrauben) im Verlauf der Tibia/Fibula.
Häufige Fehler
- Keine echte Lateraldarstellung → deutliche Doppelkonturen von Tibia und/oder Fibula.
- Unvollständiger Bildausschnitt – Kniegelenk oder OSG fehlen.
- Rotierter oder verkippter Unterschenkel → verzerrte Gelenkspalten.
- Fehlende Überlappung bei Zwei-Aufnahmen-Technik.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Details, besonders bei Marknägeln/Metall.
Fuss
OSG & Fuss
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
- Traumadiagnostik bei Distorsionen und Verdacht auf Malleolenfrakturen.
- Beurteilung der Malleolengabel und des talokruralen Gelenkspaltes.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Weichteilveränderungen im oberen Sprunggelenk.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthese (Platten, Schrauben).
- Arthrose / Arthritis des oberen Sprunggelenks.
- OSG-Instabilität, Bandverletzungen (klinische Fragestellung).
OSG a.p. – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend oder liegend; Unterschenkel gestreckt auf dem Detektor.
- Fuss in Neutralstellung (ca. 90° angezogen), keine Innen- oder Aussenrotation.
- Patella zeigt nach vorne → korrekte Rotation des Unterschenkels.
- Ferse leicht anbringen, so dass der Unterschenkel senkrecht liegt.
- Ruhige Lagerung, Bewegungen vermeiden.
- a.p.-Projektion, Zentralstrahl senkrecht auf die Malleolengabel.
- Zielpunkt: Mitte des oberen Sprunggelenks (Talus-Tibial-Gelenkspalt).
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Darstellung des gesamten oberen Sprunggelenks mit Tibia, Fibula und Talus.
- Distale Tibia und distale Fibula vollständig sichtbar.
- Gelenkspalt rund um den Talus frei einsehbar.
- Weichteile medial und lateral vollständig im Bild.
- Scharfe Darstellung der kortikalen Begrenzungen von Tibia, Fibula und Talus.
- Trabekelstruktur im Talus klar sichtbar.
- Weichteile beurteilbar (Schwellung, Hämatom).
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Malleolengabel (medial/lateral) und deren Symmetrie.
- Talusdomes und gleichmässige Gelenkspaltweite.
- Frakturlinien der Malleolen oder des Talus.
- Degenerative Veränderungen (Arthrosezeichen).
- Postoperative Veränderungen (Osteosynthesematerial).
Häufige Fehler
- Rotation des Fusses → asymmetrische Gabelstellung, Gelenkspalt nicht frei.
- Unvollständiger Bildausschnitt – Fibula oder Gelenkspalt teilweise abgeschnitten.
- Kippung des Unterschenkels → verzerrte Gelenkflächen.
- Zu steile oder zu flache Fussstellung → Gelenkspalt nicht vollständig einsehbar.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Details, besonders bei Osteosynthese.
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Malleolen-, Talus- oder Calcaneusfrakturen.
- Beurteilung dorsaler und posteriorer Frakturanteile, insbesondere des hinteren Malleolus.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen und Weichteilveränderungen im oberen Sprunggelenk.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthese (Platten, Schrauben).
- Arthrose / Arthritis des oberen Sprunggelenks.
- Ergänzende Darstellung zur a.p.-Aufnahme zur vollständigen Gelenkbeurteilung.
OSG lateral – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient in Seitenlage oder seitlich sitzend am Tisch.
- Betroffene Seite unten, Unterschenkel lateral vollständig auf dem Detektor aufliegend.
- Fuss in Neutralstellung (ca. 90° im OSG), Fussaußenkante plan auf dem Detektor.
- True lateral: Talusdomes sollen deckungsgleich übereinander projiziert sein.
- Fibula sollte sich im mittleren bis hinteren Drittel der Tibiakontur abbilden.
- Keine Innen- oder Aussenkippung des Fusses.
- Laterale Projektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Gelenkmitte des oberen Sprunggelenks.
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Darstellung von Talus, Tibia, Fibula und Calcaneus in lateraler Projektion.
- Komplettes OSG (talokrurales Gelenk) muss erkennbar sein.
- Weichteile dorsal und ventral vollständig im Bild.
- Scharfe Darstellung der kortikalen Konturen von Talus, Tibia und Fibula.
- Feinstruktur im Talus und Calcaneus klar erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile beurteilbar (Schwellung, Hämatom, Weichteilverletzungen).
- Talusdomes (Deckungsgleichheit zur Rotationskontrolle).
- Tibiotalarer Gelenkspalt, dorsal und ventral.
- Posteriorer Malleolus und dorsale Tibialkante.
- Talus–Calcaneus-Beziehung (Ansätze zur Subtalarbeurteilung).
- Frakturen, Stufen, Sklerosen, Osteolysen, postoperative Veränderungen.
Häufige Fehler
- Keine echte Lateraldarstellung → Talusdomes nicht deckungsgleich.
- Fibula projiziert sich zu weit anterior oder posterior → falsche Rotation.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Calcaneus oder Gelenkspalt unvollständig).
- Kippung des Fusses → unklare Beurteilung des Gelenkspalts.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler und trabekulärer Details.
- Trauma des Fusses (Frakturen: Metatarsalia, Tarsalia, Calcaneus, Talus).
- Beurteilung des Längsgewölbes und der Fussstatik.
- Arthrose / Arthritis der Tarsalgelenke.
- Kontrolle nach Osteosynthesen (Platten, Schrauben, Kirschnerdrähte).
- Weichteilveränderungen (Schwellung, Fremdkörper, Infekte).
- Ergänzende Aufnahme zur d.p.-Projektion für vollständige Frakturklassifikation.
Fuss lateral – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend oder seitlich liegend; betroffener Fuss seitlich auf dem Detektor.
- Fussaußenkante vollständig aufliegend.
- True lateral: Talusdomes deckungsgleich; Metatarsalia weitgehend überlagert, aber klar konturiert.
- Ferse und Vorfuss in einer Ebene; keine Innen- oder Aussenkippung.
- Sprunggelenk in Neutralstellung (ca. 90°) belassen.
- Laterale Projektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Basis der Metatarsalia bzw. die Mitte des Fusses.
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Darstellung des gesamten Fusses von der Ferse bis zur Spitze der Zehen.
- Calcaneus, Talus, Tarsalia, Metatarsalia und Zehen vollständig sichtbar.
- Weichteile dorsal und plantar vollständig im Bild.
- Feine kortikale Konturen der Tarsalia und Metatarsalia scharf erkennbar.
- Trabekelstruktur im Calcaneus und Talus differenziert sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile gut beurteilbar (Ödeme, Hämatome, Fremdkörper).
- Längsgewölbe des Fusses (Medialbogen).
- Talonavikulargelenk, Kalkaneokuboidgelenk, subtalare Anteile.
- Metatarsalia auf Achsabweichungen oder Stufen.
- Frakturen, Arthrosezeichen, Osteolysen, periostale Reaktionen.
- Verlauf postoperative Materialien.
Häufige Fehler
- Keine echte Lateraldarstellung → Talusdomes nicht deckungsgleich, Metatarsalia nicht überlagert.
- Kippung des Fusses → verzerrte Darstellung des Längsgewölbes.
- Zu enger Bildausschnitt → Zehen- oder Fersenanteile fehlen.
- Unzureichende Belichtung → Verlust kortikaler Details, besonders im Calcaneus.
- Bewegungsunschärfe durch instabile Lagerung.
- Traumadiagnostik bei Frakturen der Metatarsalia, Tarsalia und Zehen.
- Beurteilung der Fussstatik, des Quergewölbes und der Gelenkachsen.
- Arthrose / Arthritis der Mittelfuss- und Tarsalgelenke.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthese (Platten, Schrauben, Kirschnerdrähte).
- Fremdkörperdiagnostik (plantar/dorsal).
- Basisaufnahme zur lateralen Projektion für vollständige Frakturklassifikation.
Fuss d.p. – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend; betroffener Fuss flach und vollständig auf dem Detektor.
- Ferse leicht an den Detektor anlegen, Fuss nicht rotieren.
- Beinachse und Fussachse sollen gerade nach vorne zeigen.
- Gewicht kann leicht auf den Fuss verlagert werden (falls schmerzfrei), um plantar Kontakt herzustellen.
- d.p.-Projektion (dorsoplantar), Strahl senkrecht auf den Fuss.
- Zentralstrahl auf die Basis der Metatarsalia (Mitte des Fusses).
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Darstellung des gesamten Fusses von der Ferse bis zu den Zehenspitzen.
- Tarsalia, Metatarsalia und Zehen vollständig sichtbar.
- Weichteile dorsal und plantar klar erkennbar.
- Scharfe Darstellung der kortikalen Begrenzungen der Metatarsalia und Tarsalia.
- Trabekelstruktur in Talus, Calcaneus und Metatarsalia differenziert sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile ausreichend differenziert (Ödeme, Hämatome, Fremdkörper).
- Metatarsalia (Achsabweichungen, Frakturlinien, Stufen).
- Tarsometatarsalgelenke (Lisfranc-Gelenkreihe) → wichtige Orientierung für Luxationen/Frakturen.
- Talonavikular- und Kalkaneokuboidgelenk.
- Quergewölbe und Mittelfussstatik.
- Osteolysen, Sklerosen, arthrotische Veränderungen.
- Postoperative Veränderungen (Platten/Schrauben).
Häufige Fehler
- Rotation des Fusses → asymmetrische Darstellung der Metatarsalia und Gelenklinien.
- Zu enger Bildausschnitt → Zehen oder Calcaneus fehlen.
- Strahlengang nicht senkrecht → verzerrte Gelenkzwischenräume.
- Unzureichende Belichtung → Verlust feiner kortikaler Details.
- Unvollständiger plantar Kontakt → ungleichmässige Darstellung der Mittelfussknochen.
- Frakturdiagnostik der Metatarsalia und Tarsalia, wenn diese in d.p. oder lateral überlagert sind.
- Beurteilung des Lisfranc-Gelenkverbundes (TMT-Gelenke) bei Verdacht auf Luxationsfraktur.
- Beurteilung des medialen und lateralen Fussrands (Metatarsale I und V).
- Arthrose / Arthritis im Mittelfuss- und Tarsalbereich.
- Fremdkörperdiagnostik.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthese (z. B. Platten/Schrauben an MT I oder MT V).
Fuss schräg – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend; Fuss wird auf dem Detektor um ca. 30–45° nach medial oder lateral aufgekantet.
- Standard: meist mediale Schrägaufnahme (Fussaußenkante angehoben).
- Ferse und Vorfuss sollen gleichmässig Kontakt halten, Rotation kontrollieren.
- Beinachse gerade, keine zusätzliche Aussen- oder Innenrotation des Unterschenkels.
- dorsoplantarer Strahlengang (d.p.) mit Schrägstellung des Fusses.
- Zentralstrahl auf die Basis der Metatarsalia oder den mittleren Fussbereich.
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Darstellung des gesamten Fusses von der Ferse bis zu den Zehenspitzen.
- Metatarsalia I–V vollständig sichtbar, mit reduzierter Überlagerung.
- Tarsometatarsal- (TMT) und Intermetatarsalgelenke klarer einsehbar als in d.p.
- Weichteile plantar und dorsal vollständig im Bild.
- Kortikale Begrenzungen der Metatarsalia und Tarsalia scharf abgebildet.
- Trabekelstruktur differenziert erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile ausreichend differenziert zur Fremdkörpersuche.
- Metatarsale I (Hallux- und Basisfrakturen, Arthrose).
- Metatarsale V (Jones-Fraktur, Abrissfrakturen, Stressfrakturen).
- Lisfranc-Gelenkreihe (TMT I–V): Stufen, Luxationen, Gelenkspaltverbreiterungen.
- Talonavikulargelenk und Kalkaneokuboidgelenk.
- Intermetatarsale Bereiche mit reduzierter Überlagerung.
- Osteosynthesematerial, Schraubenverläufe.
Häufige Fehler
- Falscher Winkel → Gelenkspalten bleiben überlagert oder wirken verzerrt.
- Zu enge oder zu weite Schrägstellung → diagnostisch wichtige Strukturen rücken ausser Sicht.
- Unvollständiger Bildausschnitt (v. a. MT I oder MT V fehlen).
- Strahlengang nicht senkrecht → unklare Darstellung der TMT-Gelenke.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner Details, besonders bei Osteosynthese.
Calcaneus & Vorfuss
Bitte wählen sie eine Einstelltechnik
Calcaneus lateral – Indikation
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Calcaneusfrakturen (z. B. Sturz aus Höhe).
- Beurteilung des posterioren Calcaneus, des Tuber calcanei und des subtalaren Gelenkes.
- Abklärung chronischer oder akuter Fersenschmerzen.
- Arthrose / Arthritis im Subtalargelenk und Kalkaneokuboidgelenk.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthese oder konservativer Therapie.
- Weichteilveränderungen (Bursitis, Hämatom, Fremdkörper).
Calcaneus lateral – Qualitätskriterien
Patientenlagerung
- Patient sitzend oder in Seitenlage; betroffene Seite unten.
- Fussaußenkante vollständig plan auf dem Detektor.
- True lateral: Talusdomes deckungsgleich, subtalare Gelenkflächen klar abgrenzbar.
- Sprunggelenk in Neutralstellung (ca. 90°) belassen.
- Keine Innen- oder Außenkippung des Fusses, Achse ruhig fixieren.
Zentralstrahl / Projektion
- Laterale Projektion, 90° zur Detektorebene.
- Zentralstrahl auf die Mitte des Calcaneus (Höhe Tuber calcanei).
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
Bildausschnitt (Field of View)
- Darstellung des gesamten Calcaneus vom Tuber bis zum vorderen Calcaneusanteil.
- Subtalargelenk (hintere Facette) vollständig sichtbar.
- Talus, Calcaneus, Teile des Cuboids sowie dorsale und plantare Weichteile im Bild.
Belichtung / Schärfe
- Scharfe Darstellung der kortikalen Begrenzungen des Calcaneus.
- Trabekelstruktur differenziert sichtbar, insbesondere in den posterioren Anteilen.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile dorsal und plantar gut beurteilbar.
Beurteilbare Leitstrukturen
- Tuber calcanei (Achillessehnenansatz).
- Subtalargelenk: hintere Facette, sichtbare Stufen oder Luxationen.
- Vorderer Calcaneusanteil inkl. Beziehung zum Os cuboideum.
- Frakturlinien (z. B. joint-depression vs. tongue-type Frakturen).
- Beurteilung des Böhler-Winkels (Hinweise auf Verkürzung/Abrutschen).
- Postoperative Materialien und deren Lage.
Häufige Fehler
- Keine echte Lateraldarstellung → Talusdomes und subtalare Gelenkflächen nicht deckungsgleich.
- Kippung des Fusses → vordere oder hintere Facette erscheint verzerrt.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Calcaneusspitze oder Tuber abgeschnitten).
- Strahlengang nicht exakt lateral → Gelenkspalt nicht sauber darstellbar.
- Belichtungsfehler → Verlust trabekulärer Details im posterioren Calcaneus.
- Traumadiagnostik bei Verdacht auf Calcaneusfrakturen (insbesondere Tuberositas und Sustentaculum tali).
- Beurteilung des posterioren Calcaneus und der Gelenkflächen zur posterioren Facette.
- Abklärung chronischer Fersenschmerzen (z. B. Haglund-Exostose, Plantarfasciitis mit Sporn).
- Beurteilung des Achillessehnenansatzes und möglicher Enthesiopathien.
- Verlaufskontrolle nach Osteosynthese von Calcaneusfrakturen.
- Fremdkörperdiagnostik plantar/dorsal.
Calcaneus axial – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend; Knie gestreckt, Fuss plantar auf dem Detektor.
- Ferse befindet sich am proximalen Detektorrand.
- Fuss wird maximal dorsal extendiert (Zehen Richtung Tibia), um die dorsale Calcaneusauflage zu reduzieren.
- Detektor plan unter dem Fuss; Fussachse gerade, keine Rotationen.
- Patient stabilisieren, da die Lage oft schmerzhaft ist.
- Axiale Projektion des Calcaneus.
- Strahlengang typischerweise ca. 40°–45° nach cranial (variabel je nach Klinikstandard).
- Zielpunkt: auf die Fersenmitte bzw. Calcaneusspitze.
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Darstellung des gesamten Calcaneus von plantar bis dorsal.
- Subtalargelenkanteile, Sustentaculum tali, dorsale Kanten und Fersensporn erkennbar.
- Weichteile dorsal und plantar vollständig im Bild.
- Klar abgegrenzte kortikale Konturen des Calcaneus.
- Trabekelstruktur differenziert sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe trotz unangenehmer Lagerung.
- Weichteile ausreichend differenziert zur Beurteilung von Schwellungen oder Spornbildungen.
- Tuberositas calcanei und dorsaler Calcaneusanteil.
- Sustentaculum tali und Verlauf möglicher Frakturlinien.
- Subtalarbereich (grobe Orientierung, nicht diagnostisch so exakt wie CT).
- Plantarer Fersensporn.
- Ausrichtung und Position von Osteosynthesematerial.
Häufige Fehler
- Falscher Winkel → Calcaneus erscheint verlängert oder verkürzt; subtalare Bereiche verzerrt.
- Unvollständiger Bildausschnitt (Tuber oder vorderer Calcaneusanteil fehlen).
- Dorsalextension unzureichend → starke Überlagerung, reduzierte Aussagekraft.
- Rotierter Fuss → asymmetrische Darstellung des Calcaneus.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Strukturen, besonders im posterioren Bereich.
- Frakturdiagnostik der Metatarsalia II–V und der Zehenstrahlen.
- Beurteilung der Intermetatarsalgelenke bei Verdacht auf Luxationen oder Stufen.
- Arthrose / Arthritis im Vorfussbereich.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Fehlstellungen im Ballen-/Vorfussbereich.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthese an Metatarsalia oder Zehen.
- Fremdkörperdiagnostik bei plantar/dorsalem Eintritt.
Vorfuss schräg – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend; Fuss flach auf dem Detektor.
- Vorfuss wird um ca. 30–45° aufgekantet (meist mediale Schrägstellung → lateraler Fussrand angehoben).
- Ferse bleibt möglichst auf dem Detektor, um Rotationen zu vermeiden.
- Beinachse gerade nach vorne, Fussspitzen nicht zusätzlich rotieren.
- Ruhige Lagerung, da kleine Dislokationen diagnostisch relevant sind.
- Dorsoplantarer Strahlengang (d.p.) mit Schrägstellung des Vorfusses.
- Zentralstrahl auf die Mitte des Vorfusses, Höhe Metatarsalia II–III.
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Darstellung des Vorfusses von den Metatarsalköpfchen bis zur Calcaneus-Übergangszone.
- Metatarsalia I–V vollständig sichtbar, Überlagerung reduziert.
- Intermetatarsalgelenke klarer einsehbar als in d.p.-Projektion.
- Weichteile dorsal und plantar vollständig im Bild.
- Scharfe Darstellung der kortikalen Konturen der Metatarsalia und Zehenstrahlen.
- Trabekelstruktur differenziert sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile gut beurteilbar (Ödeme, Hämatome, Fremdkörper).
- Metatarsalia II–V: Frakturen, Stufen, Achsabweichungen.
- Intermetatarsalgelenke I–V: Stufen, Spaltverbreiterungen, Luxationen.
- Metatarsale I als Orientierung (z. B. bei Halluxproblemen).
- PIP-/MTP-Gelenke der Zehen.
- Weichteile (z. B. Morton-Neurom indirekt durch Spaltveränderungen).
- Postoperative Platten-/Schraubenlagen.
Häufige Fehler
- Falsche Schrägstellung → Intermetatarsalgelenke bleiben überlagert oder erscheinen verzerrt.
- Unvollständiger Bildausschnitt – Metatarsalköpfchen oder proximale Anteile fehlen.
- Rotation des gesamten Fusses → asymmetrische Darstellung, erschwerte Beurteilung der Frakturlinien.
- Strahlengang nicht senkrecht → Joint-lines wirken schräg oder inhomogen.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Details.
- Frakturdiagnostik der Metatarsalia und der Zehenstrahlen.
- Basisaufnahme zur Beurteilung der Metatarsalköpfchen und MTP-Gelenke.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Fehlstellungen im Vorfussbereich.
- Arthrose / Arthritis der MTP- und TMT-Gelenke.
- Beurteilung der Fussstatik und des Quergewölbes.
- Verlaufskontrollen nach Osteosynthesen (v. a. Metatarsalia, Hallux-OPs).
- Fremdkörperdiagnostik plantar/dorsal.
Vorfuss d.p. – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend; Vorfuss flach auf dem Detektor.
- Ferse leicht an den Detektor anlegen, Fuss nicht rotieren.
- Beinachse gerade, Fussspitzen zeigen nach oben/vorne.
- Bei schmerzhaften Füssen ggf. leichtes Entlasten, dennoch plantar Kontakt sichern.
- Dorsoplantarer Strahlengang (d.p.).
- Zentralstrahl auf die Basis der Metatarsalia (Höhe Metatarsale II–III).
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Vorfuss vollständig dargestellt – Metatarsalia I–V sowie alle Zehenstrahlen.
- Darstellung von den Metatarsalköpfchen bis zur Übergangszone Richtung Tarsalia.
- Weichteile dorsal und plantar vollständig sichtbar.
- Scharfe Darstellung der kortikalen Konturen der Metatarsalia und Zehen.
- Trabekelstruktur differenziert sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile ausreichend erkennbar (Ödeme, Hämatome, Fremdkörper).
- Metatarsalköpfchen I–V (Hallux valgus, Arthrose, Frakturen).
- MTP-Gelenke I–V: Stellung, Spaltweite, Arthrosezeichen.
- Intermetatarsalgelenke (Lisfranc-Vorfussanteile).
- Zehenstrahlen und mögliche Frakturlinien.
- Quergewölbe und Mittelfussstatik.
- Postoperative Materialien (Schrauben/Platten) im Vorfussbereich.
Häufige Fehler
- Rotation des Fusses → asymmetrische Darstellung der Metatarsalia und Gelenkspalten.
- Zu enger Bildausschnitt – Metatarsalköpfchen oder Zehenendglieder fehlen.
- Fehlender plantarer Kontakt → ungleichmässige Darstellung der Metatarsalia.
- Strahlengang nicht senkrecht → verzerrte Gelenklinien.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Strukturen.
- Frakturdiagnostik der Großzehe (Grund- und Endphalanx).
- Beurteilung des MTP-1-Gelenks bei Verdacht auf Arthrose, Hallux rigidus oder Hallux valgus.
- Abklärung von Schmerzen, Schwellungen oder Fehlstellungen im Bereich der Großzehe.
- Verlaufskontrollen nach Operationen (z. B. Chevron-, Akin-, Lapidus-OP).
- Fremdkörperdiagnostik dorsal/plantar.
Grosszeh d.p. – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend; Fuss flach und vollständig auf dem Detektor.
- Grosszehe in Neutralstellung, nicht rotieren.
- Beinachse und Fussachse zeigen gerade nach vorne.
- Bei Schmerzen: Zehe sanft fixieren, dennoch plantar Kontakt sicherstellen.
- Dorsoplantarer Strahlengang (d.p.).
- Zentralstrahl auf das MTP-1-Gelenk.
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Grosszehe vollständig sichtbar: Grund-, Mittel- (falls vorhanden) und Endphalanx.
- MTP-1-Gelenk und proximale Metatarsale-1-Anteile vollständig im Bild.
- Weichteile dorsal und plantar vollständig erkennbar.
- Kortikale Konturen der Phalangen und des Metatarsale I klar abgegrenzt.
- Trabekelstruktur differenziert sichtbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile gut dargestellt (Schwellung, Hämatom, Fremdkörper).
- MTP-1-Gelenk: Gelenkspaltweite, Achsen, Arthrosezeichen.
- Phalangen I (Grund- und Endglied): Frakturlinien, Stufen, Deformitäten.
- Metatarsale-1-Basis zur Beurteilung arthrotischer Veränderungen.
- Weichteile, Nagelbettregion, dorsale/plantare Strukturveränderungen.
- Postoperative Schrauben, Platten oder Drahtspitzen.
Häufige Fehler
- Rotation der Großzehe → asymmetrische Gelenkspalt- und Phalangenkonturen.
- Zu enger Bildausschnitt – Metatarsale-1-Anteile oder Endphalanx fehlen.
- Fehlender plantarer Kontakt → ungleichmäßige Darstellung der Phalangen.
- Strahlengang nicht exakt senkrecht → verzerrte Gelenkspalten.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Details.
- Frakturdiagnostik der Großzehe (Grund- und Endphalanx).
- Beurteilung des MTP-1-Gelenks bei Hallux rigidus, Hallux valgus oder degenerativen Veränderungen.
- Nachweis kleiner Dislokationen, Stufen oder Rotationsfehlstellungen.
- Verlaufskontrollen nach Operationen (z. B. Chevron-, Akin-, Lapidus-OP).
- Fremdkörperdiagnostik dorsal/plantar.
Grosszeh lateral – Qualitätskriterien Patientenlagerung
- Patient sitzend; Fuss flach auf dem Detektor.
- Grosszehe wird durch leichte Innen- oder Aussenrotation des Fusses in echte Laterallage gebracht.
- Zehe ggf. mit Hilfsmittel (z. B. Schaumstoff) stabilisieren, ohne Druck auszuüben.
- Ferse bleibt möglichst auf dem Detektor, um die Achse stabil zu halten.
- True lateral: Grund- und Endphalanx decken sich weitgehend, klare dorsale und plantare Konturen.
- Lateraler Strahlengang.
- Zentralstrahl auf das MTP-1-Gelenk oder leicht distal davon (Phalangenmitte).
- Fokus-Film-Distanz: ca. 100–115 cm.
- Grosszehe vollständig dargestellt: Grund- und Endphalanx, ggf. rudimentäre Mittelphalanx.
- MTP-1-Gelenk sowie Basis des Metatarsale I vollständig im Bild.
- Weichteile dorsal und plantar komplett erkennbar.
- Scharfe Darstellung der kortikalen Begrenzungen der Phalangen und des Metatarsale I.
- Trabekelstruktur klar erkennbar.
- Keine Bewegungsunschärfe.
- Weichteile gut differenziert (z. B. Hämatome, Nagelbettveränderungen, Fremdkörper).
- MTP-1-Gelenk: Spaltweite, Stufen, dorsale/plantare Osteophyten, Achsenabweichungen.
- Grund- und Endglied: Frakturen, Stufen, Dislokationen.
- Dorsale und plantare Phalangenkonturen (für Rotations-/Achsbeurteilung).
- Postoperatives Osteosynthesematerial.
Häufige Fehler
- Keine echte Lateraldarstellung → doppelte Konturen der Phalangen, Gelenkspalt verzerrt.
- Unvollständiger Bildausschnitt – MTP-1-Gelenk oder Endphalanx fehlen.
- Kippung des Fusses → dorsale/plantare Konturen nicht klar voneinander getrennt.
- Strahlengang nicht exakt lateral → Achsenbeurteilung erschwert.
- Belichtungsfehler → Verlust feiner kortikaler Details.
Qualitätsmanagement in der Röntgendiagnostik
- QM Einstelltechnik
- Q-Kriterien RX-Aufnahmen
- Allg. Q-Kriterien
Die Kenntnis der korrekten Einstelltechnik bei Röntgenuntersuchungen ist essenziell, da sie die Bildqualität, Patientensicherheit und Diagnosegenauigkeit maßgeblich beeinflusst. Hier sind die wichtigsten Gründe:
1️⃣ Optimale Bildqualität für eine präzise Diagnose
- Eine korrekte Positionierung gewährleistet, dass anatomische Strukturen richtig dargestellt werden.
- Fehlerhafte Einstellungen führen zu Überlagerungen, Artefakten oder Verzerrungen, die die Beurteilung erschweren.
- Vermeidung von Wiederholungsaufnahmen, die unnötige Strahlenbelastung und Zeitverlust bedeuten.
2️⃣ Reduzierung der Strahlenbelastung
- Eine präzise Einstellung sorgt dafür, dass die Untersuchung mit der minimal erforderlichen Dosis durchgeführt wird.
- Patienten werden weniger belastet, da eine korrekte erste Aufnahme Wiederholungen vermeidet.
- Eine fehlerhafte Einstelltechnik kann zu einer ungenügenden Belichtung oder zu starker Strahlung führen.
3️⃣ Standardisierung und Vergleichbarkeit
- Eine einheitliche Einstelltechnik ermöglicht eine verlässliche Vergleichbarkeit von Bildern über verschiedene Zeitpunkte oder bei Verlaufskontrollen.
- Klinische Standards und Leitlinien (z. B. RöV, ALARA-Prinzip) werden eingehalten.
4️⃣ Erhöhung der Patientensicherheit und -komforts
- Die richtige Lagerung und Positionierung vermeidet unnötige Schmerzen oder Belastungen für den Patienten.
- Besonders bei traumatisierten oder immobilen Patienten ist eine sanfte, aber effektive Positionierung entscheidend.
5️⃣ Effiziente Arbeitsabläufe in der Radiologie
- Eine korrekte Einstelltechnik spart Zeit und Ressourcen, da keine Nachbearbeitungen oder erneuten Aufnahmen nötig sind.
- Radiologietechnologen und Ärzte können sich auf die Befundung statt auf technische Korrekturen konzentrieren.
Fazit: Qualität, Sicherheit und Effizienz
Die richtige Röntgen-Einstelltechnik ist entscheidend für hochwertige, diagnostisch verwertbare Bilder, eine geringe Strahlenbelastung und eine effiziente Patientenversorgung.
1. Beschriftung / Seitenzeichen
Stimmen Patientenname, Geburtsdatum, Untersuchungsdatum sowie Name der Praxis bzw. des Röntgeninstituts, das die Aufnahme erstellt hat?
Ist die Seitenbezeichnung korrekt und im Randbereich angebracht, ohne wichtige anatomische Strukturen zu überlagern?
2. Exposition
Sind alle für die Beurteilung relevanten Strukturen optimal belichtet?
3. Artefakte
Sind vermeidbare Artefakte sichtbar (z. B. BH-Bügel, Piercings, Raster, weitere Fremdkörper)?
4. Bewegungsunschärfe
Bestehen Bewegungsunschärfen, die die Beurteilbarkeit der Aufnahme einschränken?
5. Abgeschnitten
Ist der untersuchte Körperabschnitt gemäss den Qualitätskriterien der jeweiligen Einstelltechnik vollständig erfasst?
6. Einblendung
Wurde eine organbezogene Einblendung bereits bei der Aufnahme durchgeführt (Strahlenschutz, Reduktion der Streustrahlung, Verbesserung der Bildqualität) und nicht erst nachträglich digital?
7. Zentrierung
Ist der Untersuchungsbereich entsprechend den Qualitätskriterien der Einstelltechnik korrekt und bildmittig zentriert?
